Freitag, März 02, 2007

BBC sendet auf YouTube

Zwar nicht ganz so spektakulär oder ein "Megadeal" wie das den Kollegen von Spiegel online locker von den Tasten fließt, aber eine sehr interessante Entwicklung: Die British Broadcast Corporation, BBC, schließt ein Abkommen mit YouTube über die Bereitstellung von Programmen auf der populären Videosite. YouTube gehört seit einiger Zeit zum Google-Reich. (Dazu auch Bericht in der New York Times.)

Die BBC wird "Channels" bei YouTube bestellen: BBC News mit Nachrichten, BBC Worldwide mit populären BBC-Programmen und Dokumentationen, und auch aktuelle Serien der BBC.

Was es bedeutet: Erst mal für YouTube ein Fortschritt bei seinem Kampf mit Medienunternehmen. Denn hier hängt immer wieder das Damoklesschwert einer sehr teuren Urheberrechtsklage wegen der Verwendung geschützter Inhalte durch YouTube-Benutzer. Erst vor kurzem hat YouTube 100.000 Clips von seiner Site entfernt, nachdem Viacom entsprechend reklamierte.

Die BBC verfolgt damit ihre Entwicklung, dass Internet zu einem weiteren Vertriebskanal für ihre Programme wird – was ja die zentrale These von BBC-Chef Mark Thompson ist. Schon bisher hat die BBC einen eigenen Medienplayer für TV on Demand, YouTube stellt den Anschluss zu einem breiteren Publikum – und mögliche Werbeerträge – her. Was nicht ohne Kritiker in Großbritannien ist: Denn damit kann sich der öffentlich-rechtliche Sender außerhalb Großbritanniens ohne Auflagen durch das Gesetz mit seinem reichhaltigen Angebot tummeln.