Dienstag, August 29, 2006

Selektiver Journalismus

Nicht nur autoritäre Regimes verlangen von Internet-Unternehmen eine Zensur ihres Angebots, was bei Google, Yahoo und anderen in China tätigen Online-Anbietern zu kontroversiellen Debatten führte. Auch unterschiedliche Rechtslagen können Zeitungen veranlassen, die Publikation von Artikeln nach Herkunftsland der Leser zu blockieren.

Die New York Times hat am Montag (28.8.2006) erstmals mit Hilfe von Online-Werbetechniken, die unterschiedliche Inhalte für unterschiedliche Leser präsentieren, einen Bericht über die britischen Terrorverdächtigen für Leser aus Großbritannien blockierte. Dies berichtete das Blatt am folgenden Tag selbst. Der Grund dafür sei die unterschiedliche Rechtslage der beiden Länder; nach britischem Recht enthalte der Artikel Informationen, die im UK als Vorverurteilung gelte und gegen das Medienrecht verstoße.