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Ausgabe Nr. 116 - Dienstag  4.12.2001 - Seite 2
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Versunkene Schätze


6. September, 1622, 30 Kilometer vor der Südspitze Floridas. Der Kapitän der spanischen Galeere "Nuestra Senora de Atocha" kämpft gegen die karabischen Stürme. Immer wieder peitschen die Wellen auf das Deck. Die Segel sind gerissen. Drei Mann kämpfen am Ruder um das Schiff auf Kurs zu halten. Doch vergeblich. Kurz vor 22 Uhr kracht der hölzerne Bug gegen ein Korallenriff.Die Galeere sinkt innerhalb weniger Minuten. Der größte Teil der Besatzung ertrinkt jämmerlich. Nur wenige können sich an Land retten. Später gelingt es ihnen nur wage zu beschreiben wo das Unglück passiert ist.

 
Was heute noch serviert wird:

Wertvolle Entdeckungen stören Tiefgaragenbau (auf Seite 1)


1979, mehr als 350 Jahre später bricht ein gewisser Mel Fisher mit diesen Beschreibungen in der Hand zu seinem größten Abenteuer auf. Sein Ziel - die "Nuestra Senora de Atocha" zu finden. Denn damals, in der stürmischen Nacht vor der Küste Floridas, ist auch ein sagenhafter Schatz aus Gold und Edelsteinen unter- gegangen. Nach 16 Jahren intensiver Suche wird die Geduld der Schatzjäger belohnt.

Insgesamt 3 Milliarden Schilling ist die Beute von Ed Fisher wert, die er im Jahr 1985 aus dem Wrack zieht. An diesem Tag beginnt ein wahrer Goldrausch auf den Ozeanen. Denn es wartet noch viel mehr auf dem Meeresgrund. Vor Texas zum Beispiel sind 1553 mehrere spanische Galeonen mit Gold- und Silberbarren sowie Edelsteinen mit einem geschätzten Wert von 20 Milliarden Schilling untergegangen.

Auch vor der Küste von Wales oder Indonesien stapeln sich förmlich die mit Schätzen beladenen Schiffe, die geraubtes Gold aus den ehemaligen Kolonien nach Europa hätten bringen sollen. So ist es kein Wunder, dass es mittlerweile 20 große und hunderte kleine Bergeunternehmen gibt die nach versunkenen Schätzen Ausschau halten.

Das größte Problem an der Sache ist aber nicht mehr die Technik, sondern die Finanzierung. Bergeunternehmen auf hoher See sind teuer, langwierig und der Erfolg ist keineswegs garantiert. Außerdem wollen viele mitschneiden.
Befindet sich der Schatz nämlich innerhalb der 24 Meilen Zone vom Festland, dann gehört rein rechtlich alles dem jeweiligen Staat in dessen Gewässern sich die Beute befindet. In der Realität wird zwischen Bergeunternehmen und dem Land aufgeteilt, zumindest 25, oft auch 50 Prozent kommen so gleich einmal weg. Und natürlich wollen auch die Investoren ihren Anteil haben.


Risikofreudige Anleger spekulieren auf den großen Schatz

Seit 1995 gibt es sogar ein börsenotiertes Unternehmen das sich ausschließlich um die Finanzierung von Schatztauchfahrten kümmert. Unter dem Namen Arqueonautas (WKN: 552928) wollen die hauptsächlich aus Deutschland stammenden Firmengründer kräftig Kasse machen. Das Risiko könnte sich rentieren. Denn nach einem Forschungsbericht portugiesischer Schifffartshistoriker sind rund um die Atlantikinsel mehr als 400 Schiffe gesunken.

Viele von ihnen mit fast unermesslichem Reichtum beladen. Ein weiterer Vorteil: Die meisten dieser Schiffe werden ausserhalb der 24 Meilen Hoheitszone vermutet. Das heisst die Beute fällt unter die Brüssler Konvention von 1910. Diese besagt, wer ein herrenloses Schiff findet, dem gehört es auch. Und dies bedeutet hier muss auch nicht geteilt werden. Allerdings können einem Versicherungen, die damals den Schaden bezahlen mussten noch den Schatz streitig machen. Im Zweifelsfall wird die Sache vor Gericht entschieden.

Diese Sorgen braucht sich der Pionier der modernen Schatzsuche nicht mehr machen. Mel Fisher geniesst mittlerweile sein Milliarden- vermögen in Florida und arbeitet, wenn er gerade Lust hat, als Konsulent für eine der grössten Bergeunternehmen der Welt.

(jh)
 

Links zum Thema:

Fundgegenstände von der Atocha (spanisch) Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Auf der Atocha gefundene Münzen (englisch) Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Ein Modell der Nuestra Señora de Atocha (englisch) Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

   
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Die sinkende Nuestra Senora de Atocha im Jahre 1622
Die sinkende Nuestra Senora de Atocha im Jahre 1622

Nachbildung der Nuestra Senora de Atocha
Nachbildung der Nuestra Senora de Atocha

Der erste Fund aus der Nuestra Senora de Atocha
Der erste Fund aus der Nuestra Senora de Atocha

Goldmünzen aus der Nuestra Senora de Atocha
Goldmünzen aus der Nuestra Senora de Atocha

Versunkenes Wrack
Versunkenes Wrack

 
     

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