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Ausgabe Nr. 66 - Donnerstag  14.12.2000 - Seite 2
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"500 Jahr steh ich schon da"


Das Schloss Anif liegt außer dem Dorfe dieses Namens in dem vormaligen Pfleggerichte Glaneck, in einem angenehmen Tale zwischen der Halleiner Landstrasse und der Aue, wo es aus der Mitte eines grossen und spiegelhellen Teiches hervorragt. (Intelligenzblatt von Salzburg, 6. August 1808)

 
Was heute noch serviert wird:

My Home is my Castle (auf Seite 1)


Verwandte und sonstige Günstlinge

Es ist nicht mehr feststellbar, wann in dem künstlich angelegten Weiher das erste Bauwerk errichtet worden ist. Von ca. 1520 stammt jedoch eine Urkunde im Landesarchiv – das Schloss heisst darin “Oberweiher”. Der damalige Besitzer war ein gewisser Lienhart Pravnecker, der damalige Urbaramtmann. Ab 1530 wurde der Besitz immer wieder von den jeweiligen Erzbischöfen an Verwandte oder sonstige Günstlinge als Lehen vergeben.

1693 ließ Erzbischof Johann Ernst Graf Thun das Schloß erneuern und gab es den Bischöfen von Chiemesee zu Lehen. Diese benutzten es fortan als Sommersitz. In dem Lehensverhältnis verblieb das Schloss und der Weiher bis Dezember 1806. Damals fiel Salzburg an Österreich und der Besitz wurde Staatseigentum. Das Schloss wurde weiterhin verpachtet und erst 1811 zum freien Eigentum verkauft.

…hab dabei viel Stein verhaut.

1837 erwarb Alois Graf Arco-Stepperg den Besitz und verlieh ihm zwischen 1838 und 1848 seinen neugotischen Glanz.
“Dieses Haus hab ich erbaut, hab dabei viel Stein verhaut.
Manches gut und manches schlecht erdacht, hab zehn Jahr damit zugebracht.
Geholfen haben mir der Handwerk viel, Gottes Gnad führt es zum Ziel.”(Graf von Arco-Stepperg).

Das Schloss bestand bis dahin lediglich aus einem einfachen vierstöckigen Hauptwohnbau und einem zweistöckigen Verbindungsbau zur Kapelle. Der für heute so charakteristische Turm existierte noch nicht.

Nach dem Tod des Grafen 1891 fiel der Besitz an seine Tochter Sophie, die Gemahlin von Graf Ernst von Moy de Sons, Mitglied des französischen Uradels. Seit dieser Zeit ist das Schloss im Besitz der Familie. Ein Neffe der Gräfin, Dr.Dr.h.c. Johannes Graf von Moy, übernahm schließlich 1952 die Verwaltung der Besitzungen.

Bayern, Wehrmacht und die Amis

Auch in der der neueren Geschichte spielte Schloss Anif eine bedeutende Rolle. Nach dem Ausbruch der Revolution in Deutschland im Spätherbst 1918 flüchtete der bayrische König Ludwig III mit seiner Gemahlin und Gefolge nach Schloss Anif. Dort entband er die Offiziere und Beamten Bayerns ihres bisherigen Eides.

Noch vor Ende des zweiten Weltkriegs wurden im Schloss Wehrmachtseinheiten untergebracht. 1945 folgten dann Einheiten der amerikanischen Besatzungstruppen.
1952 konnten die von Moys gerade noch die Errichtung eines amerikanischen Truppenlagers auf dem Schlossgrund verhindern.


(neben, brand)
 

Links zum Thema:

Die Gemeinde Anif Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

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So sah das Schloss vor dem Umbau 1838 durch Alois Graf Arco-Stepperg aus.
So sah das Schloss vor dem Umbau 1838 durch Alois Graf Arco-Stepperg aus.

Das ist das Schloss kurz nach der Vollendung des Um- bzw. Neubaues 1848.
Das ist das Schloss kurz nach der Vollendung des Um- bzw. Neubaues 1848.

Der Schlosswirt in früheren Tagen.
Der Schlosswirt in früheren Tagen.

Die Verfasserin der 'Mayr-Chronik', Maria Mayr.
Die Verfasserin der 'Mayr-Chronik', Maria Mayr.

Die Urkunde über die Verleihung eines eignen Wappens an Anif. Teile sind dem Wappen der Bischöfe von Chiemsee entnommen, andere dem des Grafen Arco.
Die Urkunde über die Verleihung eines eignen Wappens an Anif. Teile sind dem Wappen der Bischöfe von Chiemsee entnommen, andere dem des Grafen Arco.

 
     

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