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Ausgabe Nr. 124 - Freitag  14.12.2001 - Seite 2
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Helmut Haigermoser: Nationalratsabgeordneter und Geschäftsmann - Gegen Karl Schnell rennt der Bundespolitiker bisher vergebens an


Schon als Bub verteilte er Flugzettel für den "Verband der Unabhängigen" (VdU), die Vorläuferorganisation der FPÖ: So begann vor 50 Jahren die politische Karriere von Helmut Haigermoser: Seitdem hat der gelernte Kaufmann, der aus "weltanschaulicher Überzeugung" zur Politik kam, viel erreicht.

 
Was heute noch serviert wird:

Siegfried Pichler - Hoffnungsträger der Salzburger Arbeitnehmer (auf Seite 1)


Nach 14 Jahren im Elsbethener Gemeinderat zog der Polit-Haudegen 1983 in den Nationalrat ein. Auch heute noch fährt er regelmäßig nach Wien. Ob er bei der nächsten Wahl wieder antritt? Da möchte er sich nicht festlegen: "Das entscheide ich kurzfristig."

Obwohl er seit Jahren als Nationalratsabgeordneter in der Bundespolitik mitmischt, strich er auf Landesebene - bisher - eine Niederlage ein: Haigermoser, und mit ihm andere Schnell-Kritiker, forderte immer wieder einen politischen Richtungswechsel der Salzburger FPÖ. "Eine Regierungsbeteiligung auszuschließen: Das kann nicht das Ziel einer Partei sein", sagt Haigermoser.

Die innerparteiliche Opposition formierte sich auf "Geheimtreffen" und verfasste eine Resolution. Selbst Rücktrittsforderungen wurden laut. Vergebens.
Karl Schnell, der seit 1992 der Salzburger FPÖ vorsteht, stolperte zwar über den Spitzel-Skandal, die Datenklau-Affäre und die "Lump"-Aussagen über Bundespräsident Thomas Klestil, rappelte sich aber jedes Mal wieder auf.

Schnell habe die turbulente Phase überstanden und den Streit mit den parteiinternen Gegnern vorläufig für sich entschieden, meint man in Kreisen der Salzburger SPÖ. Die Zustimmung der Parteibasis sei vorhanden, sagt Helmut Naderer, stellvertretender Landtagsklubobmann der Salzburger FPÖ.

Seine politischen Schwerpunkte möchte der in Freilassing geborene Haigermoser in Zukunft in der Salzburger Wirtschaftskammer setzen. Bereits seit 1986 wirkt der 61-Jährige als Obmann des Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW) in Salzburg, im Jahr 2000 wurde er Vizepräsident der Wirtschaftskammer.

Als "Katastrophe" bezeichnet der Geschäftsmann die Einkaufszentren- Konzentration in Salzburg. Mit der Europark-Erweiterung unterstützte die Stadt-FPÖ ein Großprojekt, das im Mittelstand nicht gerade für Entspannung sorgt. Haigermoser, der selbst ein Herrenmodegeschäft in der oberen Linzer Gasse betreibt, sprach damals von einem "Kniefall vor den Multis". "Inzwischen starten auch die Landbürgermeister einen Aufschrei", sagt er. Denn nicht nur die Innenstadt verliert Kunden an die Einkaufszentren, sondern auch das Umland.

Er sei ein "begeisterter Bergwanderer und Fischer", sagt Haigermoser von sich, komme aber zu wenig dazu. Außerdem lese er gern: Lieber im altbewährten Buch als im Internet.

Ein Porträt aus der Reihe 'SalzBurger Köpfe')

(kd)
 

   
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Helmut Haigermoser: Liest lieber in Büchern als im Internet
Helmut Haigermoser: Liest lieber in Büchern als im Internet

 
     

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