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Ausgabe Nr. 87 - Donnerstag  26.4.2001 - Seite 2
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Die Erben des Dschingis Khan


Dschingis Khan und seinen Nachkommen Khubilai und Batu gelang es im 13. Jahrhundert, den Grundstein für ein Imperium zu legen, das zu den größten in der Menschheitsgeschichte zählte. Mit dem Zerfall des Reiches wurde die Mongolei bedeutungslos, doch die Mongolen tragen auch heute noch die kulturellen Wurzeln ihrer mächtigen Vorfahren in sich.

 
Was heute noch serviert wird:

Mongolischer Kulturtag (auf Seite 1)


In der Mongolei leben 2,45 Millionen Menschen auf einem Territorium von 1 566 500 qkm. Etwa 90% der Bevölkerung sind Mongolen, von denen die Gruppe der Chalch mit rund 81% die Mehrheit stellt. Allein 27% der Gesamtbevölkerung leben in der Hauptstadt Ulaanbaatar, etwa die Hälfte der Mongolen ziehen als Nomaden durch das Land.

Das Haus der Mongolen

Die Jurte ist die übliche Unterkunft nomadisierender Völker und blickt auf eine 2000jährige Entwicklungsgeschichte zurück. Im Mongolischen heißt Jurte "ger".

Die Konstruktion der Jurte ist ebenso einfach wie genial. Eine Jurte kann von einer 4- bis 6köpfigen Familie in deutlich weniger als einer Stunde zerlegt und auch wieder aufgebaut werden. Die Jurte selbst passt auf 2 Kamele.

Ältere Mongolen ziehen bis heute ein Leben in der Jurte dem in Steinhäusern vor. Dass die Jurte auch in den Städten noch lange nicht ausgedient hat, beweist die Tatsache, dass über 61 Prozent der Mongolen nach wie vor in Jurten wohnen.

Buddhisten oder Schamanen

Die verbreitetste Religion ist der tibetische Buddhismus. In den letzten Jahren gewannen aber besonders in den großen Städten auch christliche Missionare an Einfluss. Die Kasachen sind hingegen überwiegend Moslems. Viele Rituale und Bräuche der Schamanen aus früheren Zeiten sind außerdem noch immer lebendig und werden intensiv gepflegt.

Das Naadam-Fest

Das beeindruckendste kulturelle Ereignis in der Mongolei findet jedes Jahr in Erinnerung an die Revolution von 1921 vom 11. bis 13. Juli statt: das Naadam-Fest.
Seine Wurzeln gehen zurück bis in die Zeit der Hunnen. Unter Dschingis Khan und seinen Nachfolgern wandelte es sich dann zur Wehrertüchtigung für die Krieger des Kaisers.

Im Kern besteht das Fest aus drei Veranstaltungen: dem Reiten, dem Ringen und dem Bogenschießen. Diese drei Bewerbe werden zum Staatsnaadam umrahmt von Kulturveranstaltungen, nationaler Symbolik und einem Volksfest mit Jahrmarkt-Charakter.

Das Pferderennen ist ein sehr beeindruckendes Spektakel. Dabei jagen bisweilen mehrere hundert Pferde gleichzeitig über die Steppe. Auch die Zuschauer verfolgen das Rennen hoch zu Ross.
Erfolgreiche Pferde stellen einen großen Reichtum dar. Die Zucht und das Training der Tiere sind eine Wissenschaft für sich, in der sich die über Jahrhunderte gesammelten Erfahrungen der Nomaden und der Krieger erhalten haben.


(neben)
 

Links zum Thema:

Grundlegendes über die Mongolei Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Online-Magazin "Mongolia Today" Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Was tut sich in der Hauptstadt Ulaanbaatar Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Aktuelle Nachrichten aus der Mongolei Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

   
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Dschingis Khan
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Die mongolische Laute
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Der Buddhismus prägt den Alltag
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