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Ausgabe Nr. 60 - Mittwoch  6.12.2000 - Seite 1
Kultur

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Cashmere - Der Shawl in der Malerei des Biedermeier


Austellung in der Residenzgalerie von 23. November 2000 bis 4. Februar 2001 Ausstellungsthema ist das Nahverhältnis von Kunst und Mode. Beinahe 100 Jahre bereicherte der Cashmere-Shawl die Mode und fand vor allem zwischen 1800 und 1840 als ein geschätztes Bildmotiv Eingang in die Portraitmalerei.

 
Was heute noch serviert wird:

Cashmere - ein sinnliches Erlebnis (auf Seite 2)


Shawls waren Würdezeichen und Statussymbol

Seit Ende des 18. Jahrhunderts gehörten Shawls und Tücher aus der feinen glänzenden Wolle der Kaschmirziege zu den begehrtesten Accessoires der obersten Gesellschaft, waren Würdezeichen und Statussymbol.

Die englische Bezeichnung Shawl kommt vom persischen "sal", "shal" oder "chalat" und benennt ein fürstliches Hals- oder Schultertuch. Als Zeichen patriachaler Würde wurde das kostbare Gewebe aus Cashmere-Wolle fast ausschließlich von Männern getragen.

Cashmere - Ein Stoff für Königinnen

Etwa ab 1790 lies sich das elitäre Europa von den prächtigen Farben und Ornamenten der orientalischen Kostbarkeiten verzaubern. Für jede modebewußte und privilegierte Dame war der Shawl ein Inbegriff von Eleganz und Luxus. Kaiserin Josephine (die erste Frau Napoleons) war eine Trendsetterin für Cashmere-Shawls. Meist erhielt sie sie als Geschenke von Napoleon, zB als Liebesgrüße aus Ägypten. Sie konnte eine stattliche Sammlung ihr eigen nennen. Sie besaß rund 60 Shawls.
Marie Luise von Parma erhielt zu ihrer Verlobung mit Napoleon einen Korb mit 17 Shawls, was einem Vermögen gleichkam. Der Preis für ein Original entsprach jenem eines Landauers (= zweiachsige Kutsche mit zurückklappbaren Verdeck).

Siegeszug in Europa

Die Rarität des Rohmaterials, die aufwendige Herstellung und auch der lange Transport verursachten einen nahezu unerschwinglichen Preis.
Die Nachfrage nach den begehrten Gewebe war so groß, dass die europäische Textilerzeugung Mischungen aus Seide und feinster Merinowolle entwickelte. Die prächtigen Farben und Motive waren jenen der orientalischen Kostbarkeiten nachempfunden.

Der Cashmere-Shawl im Modebild

In den sorgfältig von Hand kolorierten Modeillustrationen zwischen 1817 und 1824 ist der Shawl in vielfältigen Formen häufig vorhanden.
Als Modezeichner betätigten sich auch bekannte Künstler wie Ferdinand Georg Waldmüller, Josef Danhauser und Johann Nepomuk Ender, der als führender Modezeichner galt.

Prächtige Vielfalt

Die aus der Textilsammlung des Salzburger Museums Carolino Augusteum ausgewählten Shawls und Tücher aus der Zeit ab 1830 geben einen Überblick über die Variationen der "orientalischen" Muster und deren bildhafte Wirkung auf textilen Flächen.

Der Shawl in der Malerei

Für die wirtschaftlich und kulturell immer mehr tonangebende bürgerliche Gesellschaft waren es die hochwertigen Imitationen des zumeist unerreichbaren Cashmere-Shawls, die in den zeitgenössischen Portraits auffällig oft vorkommen. Die textilen Schmuckstücke bildeten für die Portraitmalerei ein willkommenes Motiv, dessen Bedeutung bis in die 40er Jahre des 19. Jahrhunderts wirksam war.

In der Ausstellung sind Bildnisse von Aristokratinnen und Bürgerinnen von den Wiener Meistern des Biedermeier wie Ferdinand Georg Waldmüller, Johann Nepomuk Ender, Friedrich von Amerling, Leopold Kuppelwieser u.v.a. zu sehen.
Als Vertreter der französischen Portraitmalerei werden Jean-Auguste-Dominique Ingres und Francois Gérard präsentiert. Das Salzburger Museum Carolino Augusteum stellte einige wunderschöne Shawls als Anschauungsmaterial zur Verfügung.



Die Ausstellung läuft vom 23. November 2000 bis 4. Februar 2001.

Öffnungszeiten: täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr, Mittwoch geschlossen.

Bilder - Katalog zur Ausstellung, Residenzgalerie
(fries)
 

Links zum Thema:

Die Residenzgalerie stellt sich vor Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Kultur in Salzburg Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

   
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Ferdinand Georg Waldmüller (1793-1865) Die Frau des Hofbeamten Josef von Stadler, 1835
Ferdinand Georg Waldmüller (1793-1865) Die Frau des Hofbeamten Josef von Stadler, 1835

Johann Nepomuk Ender (1793-1854) Marie Luise von Parma, 1826
Johann Nepomuk Ender (1793-1854) Marie Luise von Parma, 1826

Josef Ziegler, Geschäftsbild Zur Französin, 1835 Öl auf Eisenblech
Josef Ziegler, Geschäftsbild Zur Französin, 1835 Öl auf Eisenblech

Jean-Auguste-Dominique Ingres (1780-1867) Madame Rivière, 1805
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