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Ausgabe Nr. 30 - Montag  26.4.1999 - Seite 1
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"Wie in einer Wohngemeinschaft der 70er Jahre..."


Das Salzburger Kuenstlerhaus, in der Hellbrunnerstrasse 3, soll renoviert und partiell neu gestaltet werden. Dr. Hildegund Amanshauser, Direktorin des Salzburger Kunstvereins, berichtet ueber Fakten, Hintergruende und Entwicklungen.

 
Was heute noch serviert wird:

Zur schoenen Aussicht (auf Seite 2)

Besuch im Kuenstlerhaus (auf Seite 3)

Elsa Prochazka, die Architektin des Neubaus im Kuenstlerhaus (auf Seite 4)


Seit wann wird versucht, das Kuenstlerhaus neu zu gestalten?
So gefragt, eigentlich seit ueber 100 Jahren – seit das Kuenstlerhaus besteht. Im Jahr 1992 haben wir begonnen mit der Ausschreibung eines Gutachterverfahrens, damals haben wir fuenf Architekten und Architektenteams eingeladen. Davon haben drei eingereicht, gewonnen hat Elsa Prochazka, wobei dieser Entwurf nicht zur Verwirklichung gekommen ist. Nach meiner Karenzierung habe ich das Projekt wieder neu aufgegriffen. Elsa Prochazka hat im Jahr 1997 eines neues Konzept vorgelegt, LOW AND SLOW, das jetzt realisiert werden soll.

Wie sieht das derzeitige Sanierungskonzept aus?
LOW AND SLOW ist in verschiedene Phasen aufgeteilt. Phase 1: Das Caféhaus ist fertiggestellt und seit einer Woche in Betrieb. Phase 2: Die Veranda zum Caféhaus bzw. der gesamte Umbau des Kuenstlerhauses. Die Gestaltung des Umraums soll auf jeden Fall naechstes Jahr realisiert werden. Die Treppe (Eingang Strassenseite) und der gesamte Eingangsbereich wird neu gestaltet. Die sogenannte Ringgalerie und der Saal stehen als naechster Punkt am Programm. Wir haben internationales Renommee, wir machen internationales Programm, aber es sieht hier aus wie in einer Wohngemeinschaft der 70er Jahre. Der Zustand des Hauses, die Infrastruktur ist einem internationalen Ausstellungshaus nicht adaequat. Niemand der am Kuenstlerhaus vorbeigeht, kann, ohne es zu wissen, erkennen, dass hochkaraetige Ausstellungen stattfinden. Und das in einer Zeit, in der einem die Besucher nicht gerade die Tuer einrennen – und die Sponsoren schon gar nicht.

Finanzierung der Sanierung:
Im wesentlichen sind es oeffentliche Gelder; wir haben ein bisschen gespart aber davon ist ein Teil in den Caféhausumbau investiert worden. Stadt und Land Salzburg sind die massgeblichen Geldgeber. Das Konzept heisst LOW, das gilt auch fuer das Budget – NIEDRIG. Wir wollen sowieso nur 10 Millionen investieren. Das ist im Vergleich zu anderen Bauvorhaben nicht viel.

Wie steht die derzeitig Stadtpolitik dem gegenueber?
Nun ja, mit Buergermeister Dechant war es nicht gerade einfach. Wir haben in den vergangenen Jahren den Fehler begangen, dass wir nicht dauernd laut gebruellt haben. Ich habe es mir in der letzten Zeit zur Gewohnheit gemacht, bei jeder oeffentlichen Gelegenheit aktiv zu werden, damit unser Anliegen auch wirklich diskutiert wird. Buergermeister Heinz Schaden nahm an der Eroeffnung des Cafés teil. Ich persoenlich habe mit ihm nicht ueber dieses Thema gesprochen, aber so weit ich ihn kenne, wird er noch keine dezitierte Zusage gemacht haben, er ist aber gespraechsbereit. Im Mai gibt es die sogenannten Foerdergespraeche, wo Vertreter von Stadt, Land und Bund ueber die Subventionen fuer bestimmte Kultureinrichtungen verhandeln, dort soll die endgueltige Zu- oder Absage erteilt werden.


Fact-Box
Subventionen fuer das Kuenstlerhaus: Das ist die Einrichtung der oeffentlichen Hand wert.

Der Kunstverein, der das Kuenstlerhaus betreibt, wird zu je einem Drittel von Stadt, Land und Bund finanziert. Laut Dietgard Grimmer von der Abteilung fuer Kulturangelegenheiten der Landesregierung Salzburg liegt die Summe der oeffentlichen Mittel fuer den Jahresbetrieb der Ausstellungen bei 1,14 Millionen Schilling. Speziell fuer den Umbau wurden letztes Jahr vom Land schon 500.000 S locker gemacht. Auch fuer heuer ist wieder eine Summe im Budget reserviert. Wie hoch diese sein wird, wird in den sogenannten Foerdergespraechen im Juni festgesetzt. Zu diesem Anlass treffen sich Politiker von Stadt, Land und Bund mit den Betreibern der Initiative, um ueber die Hoehe des Betrags zu verhandeln.
 

Links zum Thema:

Salzburger Kunstverein im Internet Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Über den Kunstverein Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Email an den Kunstverein Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

   
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Kunst aus dem Künstlerhaus
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