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Ausgabe Nr. 30 - Montag  26.4.1999 - Seite 4
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Elsa Prochazka, die Architektin des Neubaus im Kuenstlerhaus


Im Jahr 1992 hat die Ausschreibung eines Gutachterverfahrens begonnen, damals hatte Elsa Prochazka gewonnen, wobei ihr damals vorgelegter Entwurf nicht zur Verwirklichung gekommen ist. Die Architektin hat im Jahr 1997 eines neues Konzept vorgelegt, LOW AND SLOW. Wer ist diese Architektin und was hat sie bisher verwirklicht?

 
Was heute noch serviert wird:

"Wie in einer Wohngemeinschaft der 70er Jahre..." (auf Seite 1)

Zur schoenen Aussicht (auf Seite 2)

Besuch im Kuenstlerhaus (auf Seite 3)


Elsa Prochazka, geboren 1948 in Wien, studierte Architektur an der TU Wien und an der Akademie der bildenden Kuenste, Wien, bei Prof. E. A. Plischke. Seit 1974 ist sie als freiberufliche Architektin tätig. 1985 bekam sie einen Lehrauftrag an der Hochschule für angewandte Kunst, Wien, im uebrigen ist sie im Besitz einer Professur für Entwerfen im staedtebaulichen Kontext an der GhK Kassel/ D. Sie arbeitet auch im Bereich Innenraum- und Ausstellungsgestaltung. Elsa Prochazka lebt in Wien.

Laut Otto Kapfinger sind "Zwei Denkweisen des Designs sind in Elsa Prochazkas Arbeit miteinander verwoben. Die eine fußt auf den unpathetischen, liberalen Ansichten der Wiener Moderne der zwanziger Jahre, auf dem Ideengut von Josef Frank, vermittelt und praezisiert nicht zuletzt durch Prochazkas Lehrer Ernst A. Plischke; die andere folgt dem kritischen Realismus der internationalen Kunstszene am Beginn der siebziger Jahre. Die eine sucht in deutlicher Distanz zu Bauhaus und DeStijl die Entmonumentalisierung der Gegenstaende, die Befreiung vom historischen wie vom modernistischen Stilbegriff; die andere entdeckte die aesthetische Kraft des Banalen, des bildnerischen Potentials der Trivialkultur. Die eine strebt nach einer Modernitaet, welche Eleganz und Behaglichkeit, Emotionalitaet und Schlichtheit, Subjekt und Objekt im Gleichgewicht haelt; die andere verwarf den moralisierenden Anspruch der Avantgarden und diagnostizierte am geschmacklosen Alltag die einzig authentischen Regelkreise der medialen Massenkultur."

Zu ihren herausragendsten Arbeiten zaehlen Innenausstattung und museologisches Konzept "Juedisches Museum", Hohenems 1990-91, die Mozartwohnung und die Schubertwohnung in Wien, Frauen-Werk-Stadt in Wien, Neugestaltung des Volkskundemuseums in Wien 1992-94, Innenausstattung vom Arnold Schoenberg Center, um nur eine Auswahl zu nennen. Elsa Prochazka hat sich in Neugestaltungen und Renovierungen bei Schonung der bestehenden Materie einen Namen gemacht. In der Beethovenwohnung schaffte sie einen gegenwaertigen Zugang ohne die Architektur zu missbrauchen, um den Kult um den Musiker noch zu erweitern, strikt an der Anlehnung an historisch gesicherten Erkenntnissen.

In einem dem Kuenstlerhaus aehnlichem Projekt, dem Museum für Volkskunde in Wien, schloss sie die Sanierung nach drei Jahren ab, 1994. Damals wurde die Architektur zwar sehr gelobt, das angebaute Gartencafé sogar als "schönstes Museumscafé Wiens" bei der Eroeffnung bezeichnet, fand aber keinen Paechter (Stand 1997). Ein Paechter ist zum Glueck in Salzburg schon vorhanden. Auf den Terrassenausbau, Phase zwei des Sanierungsplans, freuen sich schon viele Besucher. Danach wird ein einmaliges Café-Erlebnis im Sommer an der Salzach wieder moeglich. Das "schönstes Museumscafé Salzburgs" kann also ruhig schon mal getestet werden.
 

Links zum Thema:

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Die Frauen-Werk-Stadt in Wien
Die Frauen-Werk-Stadt in Wien

Innenraum eines beruehmten Musikers
Innenraum eines beruehmten Musikers

 
     

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