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Ausgabe Nr. 42 - Dienstag  7.12.1999 - Seite 3
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Weltkulturerbe Salzburg: Die Tops und Flops!


Benoit Baume, Publizistikstudent aus Lyon und Mitarbeiter von „Der Salzburger“ hat einen Rundgang durch die Mozartstadt unternommen und seine Eindrücke festgehalten. Lesen Sie hier seinen ganz persönlichen Fremdenführer: Ich komme aus Frankreich, und bin dieses Jahr zum ersten Mal in Salzburg. Ich habe viel besucht. Viele Sachen gefallen mir sehr. Aber ich habe auch große Eintäuschungen erlebt. Das sind meine Tops und Flops von Salzburg:

 
Was heute noch serviert wird:

Türkçe ögreniyorum... (auf Seite 1)

Verdammt ich lieb´dich, ich lieb´dich nicht! (auf Seite 2)


TOPS

Die Festung: Sie ist für mich und viele Ausländer das Symbol von Salzburg. Sehr ränkesüchtig, können wir sie mit dem Schloss eines James-Bond-Feindes vergleichen. Nicht sehr interessant hinten, was ist wunderbar: ihre Lokalisierung in der Mitte der Stadt. Der beste Aussichtspunkt findet sich am Gaisberg, in der Nacht. Wir sehen die ganze Stadt und die Festung ist wie ein Diamant auf dem Kopf einer Prinzessin.

Dom, Residenzplatz und Universitätskirche: Diese Gesamtheit hat etwas Magisches. Am Nachmittag, ungefähr un drei Uhr, erleucht die Sonne die drei Dächer. Ich habe das Gefühl zu dieser Zeit, dass Gott wirklich da ist. Romantisch, so romantisch. Und mit dem Christkindlmarkt wird der Ort außergewöhnlich.

Friedhof St. Peter: Warum der Friedhof? In Frankreich sind die Friedhöfen sehr traurig und angekränkelt. In der Altstadt ist die letzte Residenz der Toten ein öffentlicher Ort. Die Intimität respektierend und ästhetisch, ist es liebenswürdig dort zu spazieren. Eine gute Überraschung.

Berge, Seen und Luft: Die Natur ist heute nicht mehr selbstverständlich. Urbanisierung und Umweltverschmutzung haben sie eingegrenzt. Salzburg hat die Freiheit an seinem Stadtrand. Toll.


FLOPS

Mozarts Geburtshaus : Der Fetischismus muss enden. Kopie von Möbel, Fotokopie von Partitur, Haare des Salzburger Genies und alte Fotos ist ein bisschen wenig für „ einen historischen Ort“. Für die Japaner oder die Amerikaner ist es vielleicht genug, für die anderen Zuverlässigkeit, bitte.

Museum Carolino Augusteum: Nicht gerade eine Bereicherung für die Altstadt. Die Kais in Salzburg sind schön mit den Fassaden, aber dieses graue Museum aus Beton ist schrecklich. Es ist auch das Hauptportal in die Altstadt, wenn man mit dem Wagen unterwegs ist. Bitte vertreibt diese Vogelscheuche und überlasst die Altstadt den Fußgängern.

Mirabellplatz: Im Ausland denken viele Leute, dass der Mirabellplatz ein Haupttourismusort in Salzburg ist. Ein Parkplatz auf Bodenschätzen, eine gemeinnützige Kirche und eine Bushaltestelle. Grosse Eintäuschung.

Das Festspielhaus: Berühmt in der ganzen Welt, dient dieser Bau in der Tat dem Vergnügen der Ohren, aber nicht dem Vergnügen der Augen. Monoblock, grau und traurig, ist das Festspielhaus wie das ehemalige sowjetische Landwirtschaftsministerium in Moskau.

(Benoit Baume)
 

   
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Salzburg einmal anders gesehen: aus der Sicht ausländischer Studenten
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Dem Himmel ein Stück näher: Dom, Residenzplatz und Universitätskirche
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Haare des Salzburger Genies und alte Fotos - ein bisschen wenig für „einen historischen Ort“
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Museum Carolino Augusteum: Nicht gerade eine Bereicherung für die Altstadt.
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