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Ausgabe Nr. 28 - Donnerstag  22.4.1999 - Seite 2
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Wohnbau in der Altstadt


Die Altstadt links und rechts der Salzburg erhielt im Dezember 1996 von der UNESCO den Status des Weltkulturerbes zugesprochen. Aber auch eine historische Stadt braucht nicht nur Besucher, sondern auch Bewohner, soll sie nicht zu einem Freilichtmuseum erstarren. Bis zu den Achtzigerjahren gab es massive Abwanderungen, bis eine Gesetzesaenderung diese Entwicklung stoppte.

 
Was heute noch serviert wird:

Wohnen in der Salzburger Altstadt (auf Seite 1)

Bewohner der Altstadt (auf Seite 3)

Kontaktadressen zum Thema Wohnen (auf Seite 4)


Ab 1980 war es nicht mehr erlaubt, Wohnungen in Bueros oder Geschaefte umzuwidmen. Gleichzeitig wurden die Eigentuemer der Wohnungen bei der Renovierung und Sanierung ihrer historischen Haeuser durch Mittel aus dem Altstadterhaltungsfond unterstuetzt. „Wir wollen, dass die Eigentuemer Eigentuemer bleiben“ legt der Leiter des Altstadtamtes, Raimund Ahr, seinen Standpunkt dar. Insgesamt sind 350 Millionen Schilling in die Restaurierung, Revitalisierung und Standardverbesserung der historisch bedeutsamen Altstadtwohnungen geflossen.
Das Altstadtamt ist fuer alle behoerdlichen Genehmigungen und Foerderungen zustaendig. Hier arbeiten Baujurist, genauso wie Architekt und Archaeologe, die beide auch Kunsthistoriker sind, Hand in Hand. Das Amt versteht sich als Servicestelle fuer Planer und Bauherren. Es hat alle erhaltungswuerdigen Wohnobjekte in „Raumbuechern“ in allen Einzelheiten erfasst, die als Planungsgrundlage dem Bauherrn zur Verfuegung stehen. Es stellt auf Wunsch auch den Kontakt mit Sonderfachleuten wie Restauratoren und Stadtarchaeologen her.

Laut Ahr werden im Jahr etwa 160 Sanierungsverfahren abgewickelt, bei denen je bis zu sechs Verhandlungen notwendig werden. Es passiert haeufig, dass unerwartete Verzoegerungen eintreten, wenn bei Umbauten kunsthistorisch wertvolle Baudetails ans Tageslicht gelangen. In vielen Altstadthaeusern befinden sich mittelalterliche Brunnen, die spaeter mit Muell zugeschuettet wurden. Der Stadtarchaeologe kann die einzelnen Muellschichten nach den einzelnen Zeitperioden auswerten. Diese Funde muessen dokumentiert werden, bei „versteckten“ erhaltenswerten Bauteilen wie gotischen Torboegen, mittelalterlichen Tuerbeschlaegen oder geschnitzten Holztrams sind aufwendige Umplanungen die Folge. Vor Beginn von Baumassnahmen muessen in den Nachbargebaeuden Absicherungen und Bestandaufnahmen durchgefuehrt werden, um spaeter eventuell eintretende Schaeden versicherungsrechtlich abwickeln zu koennen.

Die Altstadtkommission ist ein Gutachtergremium, das die einzelnen Bauvorhaben absegnen muss. Dabei werden den Bauherrn strenge Auflagen gemacht, was Material und Formgebung bei Fenster, Stiegen, Boeden und Decken anbelangt. Auf die Abgeltung der Mehrkosten, die so bei einer Sanierung entstehen, besteht ein Rechtsanspruch. Dagegen dient die „freie Foerderung“ der Stadtbildpflege und der Anhebung des Wohnungsstandards.
 

Links zum Thema:

Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft (GSWB) Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Salzburger Immobilienring Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

   
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Arkaden in einem Rennaisance - Innenhof (Roithnerpassage)
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Wohnungsfenster mit Rennaissance - Fenstersims
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