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Ausgabe Nr. 43 - Donnerstag  9.12.1999 - Seite 2
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„Bürger sind zur Mitarbeit aufgerufen...“


Die Einbruchserie der vergangenen Wochen hält die Ordnungshüter der Mozartstadt ordentlich auf Trab. Immer wieder wird Alarm geschlagen, die Täter schlagen in der Regel mehrmals in einer Woche zu. Auch der stellvertretende Leiter der Kripo Salzburg, Rudolf Feichtinger, ist rund um die Uhr auf den Beinen, um den Einbrechern das Handwerk zu legen. Wir vom „Salzburger“ haben ihn in seinem Büro in der Polizeidirektion besucht und ihn zur aktuellen Situation befragt.

 
Was heute noch serviert wird:

Immer wenn es dunkel wird... (auf Seite 1)


„Salzburger“: Herr Feichtinger, ihr Terminkalender quellt derzeit förmlich über. Wie erklären Sie es sich, dass die Einbrecher gerade um diese Jahreszeit so oft zuschlagen?

Feichtinger: Wir befinden uns in einer Jahreszeit, in der es sehr früh dunkel wird. Die Dämmerung beginnt bereits am Nachmittag. Die Täter merken schnell, ob jemand zu Hause ist oder nicht. Dunkle, unbeleuchtete Häuser sind besonders beliebte Zielobjekte für die Eindringlinge. Wenn die Bewohner dann bis zum Abend nicht nach Hause kommen, bleibt den Einbrechern genügend Zeit.

„Salzburger“: Haben Sie bereits Hinweise auf die Identität der Täter?

Feichtinger: Wir gehen davon aus, dass die Einbrecher in Banden von mindestens drei Personen unterwegs sind. Zuerst verschaffen sie sich Zugang zum Haus. Dann passt einer draußen auf, während seine Komplizen das Haus ausräumen. Die Täter gehen sehr professionell vor. Wir vermuten, dass es sich um sehr sportliche Männer zwischen 25 und 35 Jahren handelt, wahrscheinlich kommen sie aus dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien.. Bisher wurden Wertsachen und Bargeld im Gesamtwert von 1,5 bis 2 Millionen Schilling gestohlen.

„Salzburger“: Wo haben die Täter bisher vorwiegend zugeschlagen und wann hat die Serie begonnen?

Feichtinger: Außer dem Zentrum waren bisher nahezu alle Stadtteile betroffen. Seit dem 20. Oktober wurden uns bisher über sechzig Einbrüche gemeldet, die meisten davon in den Stadtteilen Maxglan, Taxham, Liefering und Lehen. Eingebrochen wird hauptsächlich in Einfamilien- und Reihenhäuser, weil die Täter bei ihnen auf wohlhabende Bewohner schließen.

„Salzburger“: Welche Tipps können sie den Salzburgern geben und wie sind Sie mit der Mitarbeit der Bürger zufrieden?

Feichtinger: Wir können den Bürgern nur immer wieder raten, sich an die Ratschläge des kriminalpolizeilichen Beratungsdienstes zu halten. Insgesamt sind wir mit der Mitarbeit der Bürger sehr zufrieden. Immer wieder langen Hinweise bei uns ein, denen wir ausnahmslos nachgehen. Der Streifendienst wurde in den vergangenen Wochen verstärkt. Ich möchte die Bürger auf diesem Weg aber noch einmal zur Mitarbeit aufrufen. Wenn jemand verdächtige Fahrzeuge oder Personen in seiner Wohngegend bemerkt, möge er sich bitte umgehend bei uns melden. Der Kriminaldauerdienst ist unter der Nummer 0662/6383-4040 erreichbar, in dringenden Fällen steht die Notrufnummer 133 zur Verfügung. Wer sein Haus mit Schutzvorrichtungen versehen will, kann sich unter der Nummer 0662/6383-4361 an den kriminalpolizeilichen Beratungsdienst der Bundespolizeidirektion Salzburg wenden.
„Salzburger“: Herr Feichtinger, ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen viel Glück bei der Ergreifung der Täter.


(bch)
 

   
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Fast täglich werden in der Polizeidirektion in der Alpenstraße neue Einbrüche gemeldet.
Fast täglich werden in der Polizeidirektion in der Alpenstraße neue Einbrüche gemeldet.

Rudolf Feichtinger,stellvertretende Leiter der Kripo Salzburg, hat alle Hände voll zu tun.
Rudolf Feichtinger,stellvertretende Leiter der Kripo Salzburg, hat alle Hände voll zu tun.

 
     

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