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Ausgabe Nr. 46 - Donnerstag  30.12.1999 - Seite 1
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Statt Sekt und Party: Silvester hinterm Obus-Steuer


Ein riesiges Feuerwerk, knallende Sektkorken, ein paar Schritte im Walzertakt auf der Staatsbrücke: So werden an die 100.000 Menschen den Jahrtausendwechsel in Salzburg feiern. Naturgemäß ein bisschen stiller und natürlich auch ohne ein einziges Glas Sekt begrüßen die 30 Obusfahrer der Salzburger Stadtwerke das neue Millenium, die in dieser Nacht Dienst tun. Sie wollen ja die Nachtschwärmer bis in die frühen Morgenstunden sicher nach Hause bringen.

 
Was heute noch serviert wird:

SILVESTERFEIER (auf Seite 2)


Einer der Chauffeure, die sich in dieser langen Nacht ans Steuer setzen, ist Martin Haslauer, der seit 22 Jahren für die Salzburger Stadtwerke auf Achse ist. Obwohl vierfacher Familienvater hat sich der 48jährige freiwillig für den Silvesterdienst gemeldet. „Mir macht´s nichts aus, zu Silvester zu arbeiten. Von wilden Feiern halte ich ohnehin nicht viel. Der letzte Tag des Jahres ist bei uns eher ein besinnlicher“, sagt Haslauer, der eine Stunde vor Mitternacht seinen Dienst bis zum frühen Morgen antritt.

Zuvor folgt der Jahresabschluss mit der Familie. Martin Haslauer ist auf einem Bauernhof am Gaisberg - hoch über Salzburg – aufgewachsen. Daher hat es Tradition, dass die Eltern und die vier Kinder am Silvestertag mit den Schlitten noch einmal zur Zistelalm hinaufspazieren. „Dort kommt am Gaisberg alles z´samm“, sagt Haslauer. Der am letzten Tag im Millennium mit seinem Bruder auch noch ein paar Weisen vom Balkon herunterblasen wird. Kein Wunder. Martin Haslauer spielt nicht nur bei der Trachtenmusik Aigen sondern auch bei der Obus-Musi seit Jahren das Tenorhorn. „Bei den Gedanken ans abgelaufene Jahr vergessen wir auch auf unseren Herrgott nicht“, erläutert der 48-Jährige, was er unter besinnlich versteht.

Dann geht´s hinunter in die Stadt. Schon vor Mitternacht treffen sich die Obus-Fahrer in der Bus-Garage an der Alpenstraße. „Angestoßen wird natürlich nicht. Bei uns gilt 0,0 Promille.“ Und um ein Uhr früh schwärmen dann die Busse aus, zu ihren Startpunkten rund um die abgesperrte Altstadt. In die Kernzone der Millenniumsfeiern zwischen Staats- und Nonntaler Brücke dürfen an diesem denkwürdigen Tag nicht einmal die „Öffis“ vordringen.

Martin Haslauer, der schon des öfteren zu Weihnachten oder Neujahr am Obus-Steuer gesessen ist, weiß aber auch, dass die Arbeit an solchen Tagen durchaus Spaß machen kann. „Die meisten Leute sind gut gelaunt, recht freundlich und es gibt jede Menge Glückwünsche. Wenn einmal einer zu laut wird, muss man ihn halt ein bisserl einbremsen“, sagt Haslauer. Dem man zumindest in Bezug auf die lange Fahrt durch die Nacht nur eines wünschen kann: Hoffentlich keinen (guten) Rutsch.

(pernod)
 

Links zum Thema:

Live: Die Silvesterparty am New Yorker Timessquare Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Nostalgie-Silvesterfahrt 1999/2000 mit der Pinzgaubahn Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

So feiern die Stars Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

   
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Martin Haslauer ist in der Silvesternacht auf Achse:
Martin Haslauer ist in der Silvesternacht auf Achse: "Kein Problem, an so einem Tag zu arbeiten."

 
     

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