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Ausgabe Nr. 44 - Donnerstag  16.12.1999 - Seite 1
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Sterne am Millenniums-Himmel – So ein Feuerwerk hat Salzburg noch nie gesehen


Der Jahrtausendwechsel – ein einzigartiges Erlebnis. Einzigartig soll auch das Feuerwerk werden, das die Stadt Salzburg beim Sprung ins neue Zeitalter abbrennen läßt. Was tagelang links und rechts der Festung aufgebaut wird, löst sich in der Silvesternacht im Nu in Licht, Schall und Rauch auf. Aus fast 900 Rohren werden in fünfeinhalb Minuten nicht weniger als 2400 Schuss in den Nachthimmel abgefeuert. Und damit zig Millionen verpulvert. Damit auch wirklich alles klappt – und vor allem nichts passiert – sind viel Technik, Präzision und Erfahrung notwendig.

 
Was heute noch serviert wird:

Die längste Nacht: Für Rotes Kreuz, Polizei und Feuerwehr heißt der Jahreswechsel Schwerstarbeit. (auf Seite 2)

"Millenniumsstrom!" (auf Seite 3)


Und all das bringt die Salzburger Firma „Pyrovision“ mit, auch wenn die Betreiber Christian Czech und Markus Staudinger erst 29 bzw. 33 Jahre alt sind. „Ich bin schon seit zehn Jahren im Geschäft“, erklärt Christian Czech, „wir sind auch mit den Schürzenjägern auf Tournee, machen die pyrotechnischen Effekte bei der Ö3-Beach-Mania und natürlich jede Menge Seefeste und Silvesterfeiern.“
Bei so vielen Veranstaltungen, die sich zeitlich meist innerhalb weniger Tage ballen, braucht die Firma geschulte Mitarbeiter, die in den Drangperioden einspringen. Und die läßt „Pyrovision“ von niemand geringerem als dem Deutschen Josef Köhler ausbilden. Köhler zeichnet unter anderem für die Spezialeffekte in Steven Spielbergs „Der Soldat Ryan“ verantwortlich und arbeitet gerade an einem neuen Film mit Megastar und Steiermark-Export Arnold Schwarzenegger.
Czech&Staudinger stehen in den Wochen vor Silvester unter Dauerstress. Ist man doch zum Jahreswechsel nicht nur in Salzburg sondern auch in Innsbruck, St. Johann, Leogang und Antholz in Südtirol engagiert.
Der Aufbau der Abschussbatterien muss am Computer bis ins kleinste Detail vorbereitet und dann in die Tat umgesetzt werden. „Eine Mordsarbeit“, wie Czech sagt. Dazu kommen die Kommissionierungen, bei denen die Einhaltung der Auflagen kontrolliert wird. „Ganz wichtig, denn beim Abfeuern der großen Feuerwerks-Bomben werden unwahrscheinliche Kräfte und Energien frei“, erklärt Christian Czech. Der wie seine Kollegen beim Zünd-Einsatz Schutzanzüge wie Formel-Eins-Rennfahrer trägt. Die halten 1000 Grad Celsius sechs Sekunden lang aus ohne aufzubrechen.
Damit man diese Vorsichtsmaßnahm gar nicht braucht, ist beim Abschuss der Bomben und Raketen jede Menge High-Tech im Spiel. Um eine unkontrollierte und möglicherweise verheerende Kettenreaktion auszuschließen. „Abschusscomputer, die die elektrische Zündung steuern. Dazu werden Sicherheitsbarrieren in die gewollte Kettenreaktion eingebaut, um im Notfall abbrechen zu können“, erklärt Czech. Der vor jedem Feuerwerk trotz der jahrelangen Erfahrung nervös ist: „Es kommt kaum vor, das wirklich alles glatt geht. Aber solange es den Zusehern nicht auffällt, ist alles im grünen Bereich.“
Nach vollbrachter Tat ist die Stimmung dafür völlig gelöst: „Es ist schön die Leute zu sehen, die ihren Spaß an der Sache haben.“ Und für die Leute, die selbst zur Rakete greifen, hat der Pyrotechniker einige wichtige Tipps parat: „Nie den Respekt verlieren. Auch kleine Raketen haben schon eine gewaltige Sprengkraft. Keine Billigware kaufen, Kinder weg von den Feuerwerkskörpern. Der Grundsatz gilt: Einer zündet, die anderen schauen zu.“
Und noch ein Tipp: In der Umgebung der Staatsbrücke ist das Abschießen von Raketen dieses Jahr ohnehin verboten.

(pernod)
 

Links zum Thema:

Pyrovision: Hier können Sie auch ihr privates Feuerwerk kaufen. Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Visionen für das neue Jahrtausend Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Gedanken zum Zeitenwechsel Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Happenings zum Salzburger Jahrtausendwechsel Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

   
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Beim einzigartigen Feuerwerk zum Jahrtausendwechsel werden die Sterne auf den Himmel gezaubert. F: Meister
Beim einzigartigen Feuerwerk zum Jahrtausendwechsel werden die Sterne auf den Himmel gezaubert. F: Meister

Sie sorgen für die farbenprächtigen Effekte in der Silvesternacht: Die Feuerwerker Markus Staudinger (l.) und Christian Czech.
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Die Kulisse der Salzburger Altstadt lockt heuer rund 80.000 Besucher an.
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