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Ausgabe Nr. 32 - Mittwoch  28.4.1999 - Seite 5
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Nicht wirklich betroffen


Gehen auslaendische Studierende zur OeH-Wahl? Sind sie ueberhaupt daran interessiert? Was sind die Erwartungen und was kann sich ueberhaupt aendern? Diesen Fragen will der folgende Beitrag auf den Grund gehen.

 
Was heute noch serviert wird:

OEH-Wahl 99
Wer geht diesmal hin? (auf Seite 1)

AktionsGemeinschaft (AG) und Gruene und Alternative StudentInnen (GRAS) (auf Seite 2)

Junge Europäische Studenten (JES) und Liberales StdentInnen Forum (LFS) (auf Seite 3)

Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) und Verband Sozialistischer StudentInnen Oesterreichs (VSSTOE) (auf Seite 4)


Zahlen ueber die unterschiedliche Wahlbeteiligung in- und auslaendischer Studierender gibt es zwar nicht, aber die Erfahrung zeigt, dass sich auslaendische Studenten, soweit sie nicht aus dem deutschsprachigen Raum kommen, weniger stark an den Uniwahlen beteiligen. Woran liegt es, dass sich die auslaendischen Studenten nicht wirklich fuer die Wahl interessieren? Nach Ansicht des Referenten fuer Internationales an der OeH Salzburg Andrzej Duda liegt ein Grund im Gefuehl, nicht wirklich integriert zu sein. Viele kennen die OeH nicht oder haben das Gefuehl, nichts aendern zu koennen. Teilweise liegt es daran, dass jedes Jahr neue Auslaender an die Uni kommen und viele nur fuer kurze Zeit hierbleiben.
Bei den auslaendischen Studenten, die ihr ganzes Studium in Salzburg bleiben, spielt nach ihren eigenen Angaben oft das Bewusstsein fuer die offensichtlichen Nachteile eine Rolle. Dem versucht die OeH mit Buddy-Network entgegenzuwirken. „Bei Problemen mit Arbeitsgenehmigungen oder aehnlichem koennen wir nur fuer das Thema sensibilisieren“, antwortet Andrzej Duda auf die Frage, ob sich Erwartungen in diesem Bereich erfuellen lassen. In diesem Bereich kann die OeH in Salzburg aber nicht viel machen, das ist bundespolitische Aufgabe.

Viele der hier studierenden Auslaender sind jedoch im Rahmen eines Austauschprogramms (z.B. Erasmus/Sokrates) nur fuer ein oder zwei Semester hier. Da ist das Interesse am Wahlausgang naturgemaess sehr gering, weil diese Studenten von der neuen Studentenvertretung und ihren Aktivitaeten nichts mehr mitbekommen werden.
Einige dieser Gaststudenten wissen nicht mal, dass sie wahlberechtigt sind und haben daher auch nicht vor, an der Wahl teilzunehmen. „Im Endeffekt koennte ich doch nur nach den Fotos auf den Plakaten waehlen, weil ich die Strukturen und Positionen nicht kenne. Und wieso sollte ich meine Stimme abgeben, wenn ich von den Folgen dieser Wahl nicht mehr betroffen bin? Das kommt mir unfair vor“, erklaert eine Studentin aus Konstanz ihre Entscheidung, nicht waehlen zu wollen, obwohl sie an ihrer Heimatuni ihr Wahlrecht bisher immer ausgeuebt hat.

Spricht man die Austauschstudenten auf ihre Wuensche und Forderungen an, dann kommt der Wunsch nach einer besseren Betreuung und effektiveren Deutschkursen ganz oben auf der Wunschliste. Beides sind langfristige Projekte, um die sich ein neuer Hauptausschuss in Zukunft noch staerker kuemmern koennte. Um die Betreuung auslaendischer Studenten moechte sich die OeH auch in Zukunft verstaerkt bemuehen und mit Ausfluegen, gemeinsamen Kino- und Theaterbesuchen, Informationen und Betreuung durch Tutoren dafuer sorgen, dass sich Auslaender voll ins Unileben integriert fuehlen. Wer weiss, vielleicht steigt dann auch das Interesse an zukuenftigen Uniwahlen.


 

   
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Guy - Integriert und akzeptiert
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Fragen ueber Fragen - Dürfen auslaendische Studenten waehlen?
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