Werbung Zurück zur aktuellen Ausgabe
Ausgabe Nr. 72 - Montag  5.3.2001 - Seite 2
Werbung
     
  SalzBurger Köpfe
Neulich im SalzBurger:
am 20.12.2000
Auf zu neuen Büchern

am 19.12.2000
Zimmer frei?


Alle frueheren Ausgaben - im SalzBurger-Archiv
Hier koennen Sie die Mannschaft des SalzBurgers kennenlernen!

Post an den SalzBurger abschicken

Rund um das Land der tausend Inseln


Japan ist anders. Der Staat der tausend Inseln, am äussersten Rand des asiatischen Kontinents elegen, verstand es immer, seine unabhängigkeit und Identität zu wahren. Japan ist ein Land der Gegensätze, wo uralte Kulturen und Religion mit den neuesten Entwicklungen im Hightech-Bereich aufeinandertreffen. Im Zuge der Industrialisierung und Modernisierung im 19. Jahrhundert wurden westliche Standards erfolgreich integriert, ohne jedoch typisch japanische Strukturen in Familie oder Staat anzutasten.

 
Was heute noch serviert wird:

Japan - das Land der Gegensätze (auf Seite 1)


Staatsform und Verfassung

Formal gesehen ist Japan eine Demokratie. Das Kaiserhaus blieb zwar nach der Niederlage als "Symbol des Staates und der Einheit des Volkes" bestehen, sein Einfluss wurde jedoch auf ein Minimum reduziert. Wie im alten Japan die Autorität dem Kaiser und alle Macht dem Shogun gehörte, so steuern heute die der breiten Öffentlichkeit wenig bekannten Fraktionsführer, die "Schatten-Shogune", den Machtapparat aus dem Hintergrund. Diese für die Mehrheitsbeschaffung wichtigen Anführer der Teilfraktionen innerhalb einer Partei werden nicht gewählt, und die Funktion, die sie innehaben, ist in keinem Gesetz festgelegt; sie existiert nur in den Köpfen und reguliert sich nach konfuzianischen Prinzipien, die für den Erhalt der Hierarchie sorgen, sich aber parlamentarischer Kontrolle entziehen.

Religion

Japan ist in religiösen Fragen ein sehr tolerantes Land. So gehören fast alle Japaner sowohl dem Shintoismus, wie einer der zahlreichen buddhistischen Glaubensgeneinschaften an. Weiters wird das Leben in Japan auch noch stark vom Konfuzianismus geprägt. Pragmatisch, wie man in Japan in vielen Dingen verfährt, hat man die beiden anfangs konkurrierenden Religionen kurzerhand unterschiedlichen Bereichen zugeordnet: den Shinto dem Leben, den Buddhismus dem Tod. Dementsprechend werden Taufen gerne nach shintoistischem Ritus abgehalten, Beerdigungen nach buddhistischem.

Der heilige Berg

Der Fuji erhebt sich inmitten des Fuji-Hakone-Nationalparks, wo auch einige malerische Seen liegen. Er ist mit 3776 m der höchste Berg Japans. Er gilt zu Recht als einer der schönsten Vulkane der Welt.
Der 500 mal 220 Meter grosse Gipfelkrater wird in Japan als Heiligtum verehrt. Als wir mit dem Zug nach Fujioshida fuhren und der Berg das erste Mal sichtbar wurde - ein sehr beeindruckender Anblick - standen die meisten Fahrgäste auf und verbeugten sich.
Eine Besteigung ist nur vom 1. Juli bis 31. August möglich.

Lage und Landschaft

Das japanische Archipel besteht aus über 3400 zum Teil unbewohnten Inseln. Japan besitzt eine Fläche von 378 000 Quadratkilometern. Über 70% des Landes bestehen aus landwirtschaftlich nicht nutzbaren und für Siedlungszwecke oft ungeeigneten, meist wild zerklüfteten Gebirgslandschaften. Es hat 126 Millionen Einwohner, wobei sich die Bevölkerung überwiegend im Grossraum Tokyo und dem durch einige grössere Ebenen erweiterte Küstenstreifen am Pazifischen Ozean konzentriert. In der Hauptstadt Tokyo leben 8 Millionen Menschen. Häufige Erdbeben und starker Vulkanismus sind kennzeichnend für Japan. Den grössten Teil der Landmasse bilden die vier Hauptinseln: Die grösste ist Honshu, gefolgt von Hokkaido und Kyushu. Shikoku ist mit Abstand am kleinsten und gilt selbst für die Japaner als abgelegen und hinterwäldlerisch.

Sprache und Schrift

Das japanische ist, wie z.B. auch das ungarische oder finnische, eine agglutinierende Sprache, d.h. grammatische Bezüge im Satz sowie Zeiten und Aspekte werden durch Anfügung von Endungen ausgedrückt. Die Sprache selbst ist sehr komplex, da sie sehr stark gesellschaftlich ausgerichtet ist. Je nach Geschlecht, Stellung und sozialer Beziehung der Gesprächspartner gibt es höchst verschiedene Ausdrucksweisen, die sich in Wortschatz, Höflichkeit und grammatikalischen Besonderheiten unterscheiden. Zu diesen Schwierigkeiten kommt noch die Schrift. Japan übernahm Ende des 6. Jahrhunderts mit der chinesischen Schrift ein Zeichensystem, das vollkommen ungeeignet für die Darstellung des japanischen war. Chinesische Zeichen sind Sinnzeichen, das japanische benötigt aber eine Laut- oder Silbenschrift. So blieb nichts anderes übrig, als die chinesischen Zeichen (kanji) als Sinn- und Lautträger zugleich zu verwenden. Die als Silben verwendeten Kanji wurden im Laufe der Zeit stark vereinfacht und zu zwei reinen Lautschriften entwickelt: zu der gewöhnlich gebrauchten Hiragana-Schrift und der abstrakten Kursivschrift Katakana.

(Quelle: Polyglott Reiseführer Japan. Dr. Norbert Hormuth. München.)

(brand)
 

Links zum Thema:

Japan Information Network Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Herrliche Bilder vom Mt. Fuji Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Allgemeine Japan Informationen auf Deutsch Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

   
<< vorige Seite nächste Seite >>

 

Japan besitzt eine aussergewöhnlich reizvolle Landschaft.
Japan besitzt eine aussergewöhnlich reizvolle Landschaft.

Auch das traditionelle Theater ist sehr beliebt.
Auch das traditionelle Theater ist sehr beliebt.

Der Mount Fuji wird in Jaoan als heiliger Berg verehrt.
Der Mount Fuji wird in Jaoan als heiliger Berg verehrt.

Buddhismus und Shintoismus sind - meist vereint - die vorherrschenden Religionen.
Buddhismus und Shintoismus sind - meist vereint - die vorherrschenden Religionen.

Ein Dorf, ganz im alten Stil.
Ein Dorf, ganz im alten Stil.

 
     

Big Brother Awards Austria