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Ausgabe Nr. 79 - Donnerstag  29.3.2001 - Seite 1
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Hochschullehrer im "Streik"


Bei einem Rundgang durch die Salzburger Universität bot sich gestern, Mittwoch 28. März, ein ungewohntes Bild: Wo sonst Studenten nach den Lehrveranstaltungen die Gänge bevölkern und ihren eiligen Kommilitonen auf dem Weg ins bereits begonnene Seminar die Bahn frei machen, herrschte außergewöhnliche Ruhe.

 
Was heute noch serviert wird:

Einblick in geplante Reform (auf Seite 2)


Trotz mangelhafter Organisation der Veranstalter, noch am Dienstag Mittag kursierte die Nachricht nur als Gerücht, hatte es sich bei den Studierenden schnell verbreitet, dass die Salzburger Hochschullehrer zum "Streik" aufgerufen hatten. Die ÖH-Salzburg hatte gemeinsam mit dem gewerkschaftlichen Betriebsausschuss der HochschullehrerInnen einen Aktionstag als Protest gegen die Hochschulpolitik der Regierung organisiert. Aus diesem Grund entfielen nahezu alle Lehrveranstaltungen.

Auf den Bänken des Hörsaals 380, wo sich normalerweise um diese Uhrzeit die Studenten der Kommunikationswissenschaft drängen, um den Ausführungen von Professor Gabriele Siegert zur Einführung in das Medienmanagement zu folgen, wurde gestern am frühen Nachmittag eine etwas andere Art der Kommunikation betrieben. So mancher Professor kam in den längst vergessenen Genuss, selbst, von der harten Holzbank aus, einer Podiumsdiskussion zur Novellierung des Universitätsbedienstetenrechts zu lauschen. Auch eine Vielzahl von Studenten nutzte den "freien" Tag, um sich über die geplanten Änderungen der schwarz-blauen Regierungskoalition zu informieren.

Angeregte Podiumsdiskussion

Am Podium standen Stefan Veigl und Katrin Niedermoser als Studierendenvertreter, Vize-Rektor Univ.-Prof. Heinrich Schmidinger, der Senatsvorsitzende Univ.-Prof. Johann Hagen und als Vertreter des gewerkschaftlichen Betriebsausschusses der HochschullehrerInnen Univ.-Prof. Walter Pfeil den Anfragen aus dem Publikum Rede und Antwort. Schwerpunkte stellten insbesondere die geplanten Änderungen des Dienstrechts, die ab dem kommenden Wintersemester zu entrichtenden Studiengebühren, sowie die Infragestellung des Universitätsstandortes Salzburgs dar. Geschlossen wurde die Meinung vertreten, dass die geplanten hochschulpolitischen Maßnahmen der Regierung inakzeptabel und daher abzulehnen seien.

150 wissenschaftliche Mitarbeiter vor Arbeitslosigkeit

Walter Pfeil sah rund ein Drittel der derzeit bestehenden Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter an der Universität Salzburg bedroht. Das heißt im Konkreten, dass rund 150 Menschen mit Sorge in eine ungewisse Zukunft blicken, da ihr Beschäftigungsverhältnis zu enden droht.


(Ursula Quass & Sebastian Bollig)
 

Links zum Thema:

Regierungsvorlage Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Resolution der Mittelbaukurie zum Dienstrecht Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

   
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 Streikaufruf für Aktionstag und gegen Studiengebühren.
Streikaufruf für Aktionstag und gegen Studiengebühren.

 Podiumsdiskussion zum Aktionstag.
Podiumsdiskussion zum Aktionstag.

 Die Veranstaltung erregte großes Interesse bei den Betroffenen.
Die Veranstaltung erregte großes Interesse bei den Betroffenen.

 
     

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