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Ausgabe Nr. 83 - Donnerstag  12.4.2001 - Seite 1
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Knopf im Ohr?


Knurren, bellen, beißen. Ein implantierter Mikrochip soll ungeliebte vierbeinige Zeitgenossen und ihre Besitzer unter Kontrolle bringen. Tierschutz oder der Beginn vom Überwachungsstaat?


Salzburgs Hundehalter sind empört: Bereits in der nächsten Landtagssitzung soll eine drastische Verschärfung der Vorschriften zur Hundehaltung des Landes-Polizeistrafgesetzes beschlossen werden. Darüber hinaus hat Landesrätin Maria Haidinger (ÖVP) mit der möglichen Einführung eines verpflichtenden Mikrochips für Hunde, eingepflanzt hinter dem Ohr, eine Grundsatzdiskussion über Herrchens und Frauchens Verantwortung für ihren Liebling ausgelöst.

Kosten trägt der Hundehalter
Spaziert man in diesen Frühlingstagen trotz Dauerregens durch die grünen Wiesen der Stadt, so trifft man auf zahlreiche aufgeregte Hundebesitzer. Zumal die Kosten von circa 600 Schilling für den geplanten Eingriff – welcher für den Hund angeblich schmerzfrei ist – von den Hundehaltern zu entrichten sind.

Überprüfung mit Folgen
Auf dem Chip sollen neben den Daten des Hundehalters auch Informationen über das Tier gespeichert werden. Mit einem Lesegerät können diese einfach vom Ohr abgerufen werden. Die zentrale Registrierung der Hunde soll helfen, auffällig gewordene Tiere rascher aus dem Verkehr ziehen und bei herrenlos aufgefundenen Tieren den Halter ermitteln zu können. Landesrätin Haidinger rechnet damit, dass die Anzahl der vor allem zur Urlaubszeit ausgesetzten Hunde zurückgehen wird, sobald die Verpflichtung zur Registrierung per Mikrochip eingeführt wurde.
Wird ein Hund mehrfach als aggressiv registriert, droht dem Vierbeiner im Extremfall seine Einschläferung. Herrchen oder Frauchen kommt zwar mit dem Leben davon, kann aber mit einem Hundehalteverbot belegt werden. Erfahrungsgemäß zeige sich nämlich, dass nicht die Rasse eines Hundes für sein Verhalten ausschlaggebend sei, sondern die Haltungsbedingungen und die Erziehung von Seiten des Halters.

Kommt der Überwachungsstaat?
Gegner sehen in den geplanten Maßnahmen den Beginn eines Überwachungsstaates. Es wird befürchtet, dass dadurch der Vierbeiner den Status eines ‚gläsernen Hundes‘ erhält. Zumal auch in das Grundrecht eines Bürgers auf Datenschutz durch diese Regelung eingegriffen wird. Ein Schritt weiter in Richtung George Orwells Schreckensvision?

(quass & bollig)
 

Links zum Thema:

Bestimmungen zur Hundehaltung im Land Salzburg Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Österreichische Hundesport Union Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Wissenswertes über den Hund Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

   
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... einen Chip ins Ohr soll jeder Hund bekommen.
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