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Ausgabe Nr. 120 - Montag  10.12.2001 - Seite 1
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Die Universität Salzburg: Freud und Leid der ausländischen Studenten und wer sich sonst noch am Campus tummelt


Ab diesem Semester sind für das Studium in Österreich Studiengebühren von 5.000 ATS pro Semester zu entrichten. Das gilt aber nicht nur für die österreichischen Studenten, auch die ausländischen Gaststudenten müssen diesen Betrag zahlen. Bewerber aus Nicht-EU-Ländern müssen sogar 10.000 ATS für ein Semester bezahlen. Trotzdem kommen jedes Jahr zahlreiche ausländische Studenten nach Salzburg.

 
Was heute noch serviert wird:

Vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten für interessierte Salzburger (auf Seite 2)


In diesem Semester sind laut Auskunft der Inskriptionsstelle der Universität Salzburg insgesamt 9405 Studenten inskribiert. Davon kommen 1079 aus dem Ausland, darunter 683 EU-Bürger. Rund ein Drittel der ausländischen Studenten sind Deutsche, weitere 23 Prozent kommen aus den restlichen EU-Staaten. Einen geringen Anteil bilden die Asiaten und Australier mit 10 Prozent, gefolgt von Amerika (8 Prozent) und Afrika (6 Prozent).
Die Voraussetzungen für ein Studium in Salzburg sind zum einen natürlich ausreichende Deutschkenntnisse. Zum anderen brauchen ausländischen Anwärter ein Reifezeugnis, das dem österreichischen gleichgestellt ist. Sobald diese bürokratischen Hürden überwunden sind, steht dem erfolgreichen Auslandsaufenthalt in Salzburg eigentlich nichts mehr im Weg.

Wir haben nachgefragt

Bei einer Umfrage ausländischer Studenten konnten wir feststellen, daß ein großer Teil sich für Salzburg als Studienort entschieden hat, weil es weltweit als „Kulturstadt“ bekannt ist. Speziell für Musikstudenten ist das Mozarteum als weltweit renommiertes Institut eine beliebte Anlaufstelle. Außerdem locken die schöne Bergwelt und unberührte Natur viele abenteuerlustige Hochschüler ins Salzburger Land. Über eines sind sich fast alle Befragten einig: Ihre Erwartungen bezüglich Lebensstil und Freizeitangebot wurden nicht enttäuscht.

Allerdings kommt die Stadt Salzburg den Gästen aus dem Ausland nicht wirklich entgegen. Im Vergleich zu Inskribierten aus Österreich erhalten sie beispielsweise nicht einmal das verbilligte Semesterbusticket für Studenten.
Auch auf der Universität fühlen sich viele Neuankömmlinge anfangs ziemlich orientierungslos. Ein großer Prozentsatz der befragten Studenten gibt an, bei organisatorischen Fragen keine wirkliche Hilfe gefunden zu haben. Viele würden sich eine bessere Betreuung der ausländischen Studenten hinsichtlich Wohnungssuche und Studienplanung wünschen. So gibt es an anderen europäischen Universitäten wie z.B. der Universität in Sevilla (Spanien) Professoren und Tutoren, die ‚Gästen aus dem Ausland’ den Einstieg erleichtern. In Klagenfurt kümmern sich die Studenten selbst um die Gaststudenten. Internationale Studententreffs und Exkursionen zum besseren Kennenlernen stehen häufig auf dem Programm.
Das fast ausschließliche Fehlen dieser Veranstaltungen in Salzburg führt dazu, dass die Austauschstudenten schwer Kontakte mit „Einheimischen“ knüpfen und eher unter sich bleiben. Überhaupt wird die Engstirnigkeit der Österreicher von vielen unserer Befragten als Kritikpunkt angeführt. Enge Freundschaften zu schließen scheint schier unmöglich, obwohl Hilfe von allen Seiten geboten wird, wenn man sie braucht. Meistens bleibt das Verhältnis zu den österreichischen Kollegen aber eher oberflächlich.
(ls, kaza)
 

   
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Im großen und ganzen fühlen sich die ausländischen Studenten in Salzburg wohl
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Die Arbeit im Labor erfordert volle Konzentration
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