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Ausgabe Nr. 116 - Dienstag  4.12.2001 - Seite 1
Wirtschaft

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Wertvolle Entdeckungen stören Tiefgaragenbau


Moderne Schatzsuche sollte man nicht mit Kapital und Bereicherung gleichsetzen vielmehr dreht es sich hierbei um historische Funde von „geschichtlich“ unschätzbarem Wert. Das dies meist einen materiellen mit sich bringt ist zweitrangig wenn man betrachtet, was für Aufschlüsse über die Vergangenheit unserer Zivilisation in einem jeglichen Fund verborgen sind. Neue Einblicke in die Geschichte Iuvavums gewähren die Ausgrabungsschätze der Archäologen des CA’s . . .

 
Was heute noch serviert wird:

Versunkene Schätze (auf Seite 2)


Es begann alles mit der Idee unter dem Makartplatz eine Tiefgarage zu erbauen. Und so fing man mit Probegrabungen an, die zur Freude der Archäologen römische Baureste zu Tage förderten. Mit einem solch wichtigen Fund hatte man nicht gerechnet.

Bei den Ausgrabungsarbeiten, die bis Mitte August noch die Baufirma Aichner finanzierte und im weiteren Verlauf von Geldern aus dem Ressort von Vizebürgermeister Karl Gollegger unterstützt wurden, stieß man auf wichtige Funde des frühen Iuvavums (Salzburg zur Zeit des röm. Reiches). In Richtung Salzach fanden sich, auf engem Raum, vier Zisternenanlagen. Aber auch mit mehreren Kleinfunden können die Archäologen des Museums CA ( Carolino Augusteum) aufwarten.

Solche Funde sind besonders wichtig um Aufschluss darüber zu geben, welche Funktion und Bedeutung die aufgedeckten Baureste einst hatten. So deuten Fehlbrandware eines grauen Keramikmaterials, Abfall einer Töpferei, und bearbeitete Hornteile als Abfall einer Bein- und Hornschneiderei darauf hin, dass es zumindest zwei verschiedene gewerbliche Betriebe an dieser Stelle gab.

Auf die Frage weshalb solche Funde von so großer Bedeutung für die Stadt Salzburg seien gab der Museumsarchäologe Wilfried Kovacsovics die Antwort, dass die gefundenen Baureste einen Einblick in die Geschichte Salzburgs gewähren. Sie geben Aufschluss darüber, wie sich die Stadt vom frühen röm. Quartier zu einer der weltbekanntesten Kulturstädte entwickelte. Insbesondere die Gestalt und Struktur und die Entwicklung des einst am rechten Salzachufer angelegten Quartiers stehen im Mittelpunkt des Interesses der Archäologen.

Neben den röm. Funden beförderte man auch eine barocke Abwasserleitung, die zur Gänze aus rötlichen Marmorplatten gefertigt worden war zu Tage. Man nimmt an, dass schon damals der berühmte Adneter Mamor dafür verwendet wurde. Und auch den Fundamentunterbau, der um die Mitte des 19. Jahrhunderts für kurze Zeit die Pegasusfigur, die heute wieder im Mirabellgarten aufgestellt ist, trug, wurde freigelegt.

Bislang wurden nur zwei kleine Suchschnitte untersucht, wovon der eine in der östlichen (oberen) Hälfte der zentralen Grünfläche des Makartplatzes und der zweite sich im unteren Teil befindet. Welche archäologischen Schätze sich jedoch unter dem Rest des Platzes verbergen mögen ist ungewiss. Ein großes Bestreben der Archäologen sind weitere Grabungen die ohne Zweifel noch mehr „Kunstschätze“ hervor bringen würden.

Doch das Problem einer jeglichen „Schatzsuche“ ist deren Finanzierung. Und so versuchte man auch für dieses Projekt einen Privaten Sponsor ausfindig zu machen. Wie uns Kovacsovic erst kürzlich mitteilte trugen diese Bemühungen auch Früchte und die Grabungen werden im kommenden Jahr weiter geführt werden können.

(jh)
 

   
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Beginn der Ausgrabungs-arbeiten am Makartplatz
Beginn der Ausgrabungs-arbeiten am Makartplatz

Eine der gefundenen römischen Zisternen
Eine der gefundenen römischen Zisternen

Die entdeckte nordische Graukeramik
Die entdeckte nordische Graukeramik

Der aus rotem Marmor bestehende freigelegte Kanal
Der aus rotem Marmor bestehende freigelegte Kanal

Der Pegasussockel
Der Pegasussockel

 
     

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