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Ausgabe Nr. 60 - Mittwoch  6.12.2000 - Seite 2
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Der Rückblick des Tages auf einen ausgewälten SalzBurger-Artikel
Kunst und Kultur der anderen Art wird im DAS KINO geboten. Der SalzBurger hat DAS Alternativ-Kino in Salzburg unter die Lupe genommen.


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Cashmere - ein sinnliches Erlebnis


Cashmere oder Kaschmir steht als geographischer Begriff für die Region im nordwestlichen Himalaya mit dem 1500 bis 1900 m hoch gelegenen Kaschmirtal, wo die Changra-Ziege - eine ursprüngliche Wildziege - gezüchtet wird, deren feinste Wollhaare für die Herstellung von Webteppichen und Tüchern verwendet wird.

 
Was heute noch serviert wird:

Cashmere - Der Shawl in der Malerei des Biedermeier (auf Seite 1)


Gewinnung von Cashmere

Die Bezeichnung "Cashmere" ist nach dem seidenweichen Rohstoff aus Brust- und Bauchhaaren der Kaschmirziege, auf den darauf verwebten Stoff übertragen worden. Seine besondere Weichheit und Feinheit charakterisierten Tücher und Shawls, die im optimalen Fall so dünn sein sollen, dass man sie durch einen Fingerring ziehen können muss.

Beginn der Shawl-Industrie im 15. Jahrhundert

Der Beginn der Shawl-Industrie ist in das 15. Jahrhundert zu setzen. Sultan Zayen-al-Abidin (1420-1470) holte sich turkmenische Weber ins Land, die die spezielle Webkunst an die
Einheimischen weitergaben, damit sich das Niveau der Arbeiten erhöhte. Zu dieser Zeit ge-langten bereits die ersten repräsentativen Beispiele kostbarer Cashmere-Shawls als Fürstengeschenke an die Höfe Europas. In Indien selbst war der Shawl als Zeichen der Würde und Vornehmheit nur von Männern getragen worden und blieb wegen seines finanziellen Wertes nur den höchsten Kasten vorbehalten. Er war Schulter- oder Halstuch, Turban oder Gürtelschärpe.


Shawl-Herstellung

Der ursprünglich langrechteckige Shawl wurde im Orient schon sehr früh getragen und in einer Breite von 120 cm an einem Hochwebstuhl hergestellt. In Kaschmir, dem Zentrum der Shawlerzeugung und Weberei saßen meist bis zu drei Weber an einem Handwebstuhl und fertigten die kompliziertesten Farbmuster auswendig oder nach gezeichneten Vorlagen, manchmal auch unter Mithilfe eines Farbansagers, an. Die feinsten Shawls der Mogul-Zeit wiesen oft bis zu 300 Farbtöne auf. Bei den feinen Shawls war manchmal ein bis zu 20-facher Farbwechsel auf nur fünf Zentimetern nötig. Daher ist es auch kaum verwunderlich, dass für die Herstellung eines Shawls - je nach Muster - zwischen 1,5 und 3 Jahren nötig waren.

Shawlmotive

Die Muster der frühen Cashmer-Shawls entlehnen ihr Formenrepertoire der frühen Pflanzen-welt und beschränken sich auf Blüten und Palmblätter. Das zweite charakteristische Motiv war das orientalische Mirabota-Motiv, das einer Pinie, einem Föhrenzapfen, einer Träne, Bir-ne oder Mangofrucht ähnelt. Dieses Muster trat mit Ende des 18 Jahrhunderts seinen Sieges-zug in Europa in Form des "Paisley-Musters" an. Hier wird die Träne des typischen Musters der Cashmere-Tücher Englands, Frankreichs und auch Österreichs in ständig variierenden Formen vereinfacht oder übertrieben, gefüllt mit Ranken und Blüten dargestellt. Immer aber bleibt die Grundform erkennbar, bis zum heutigen Tag, wo man das Muster - das vom Kultobjekt zum Klassiker aufgestiegen ist - gewebt, gedruckt und gestickt auf Shawls, Kleiderstoffen, Tapeten, Polsterstoffen, auf Krawatten und Regenschirmen antrifft.


Bilder - Katalog zur Ausstellung, Residenzgalerie
(fries)
 

Links zum Thema:

Alles rund um Cashmere Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Die Kaschmirziege Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

The Luxury of Cashmere Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

   
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Flächenornament Paisley-Motiv
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Streifenshawl-Relikt, 100 x 150 cm, Europa 1840/45
Streifenshawl-Relikt, 100 x 150 cm, Europa 1840/45

Long-Shawl, Frankreich um 1840
Long-Shawl, Frankreich um 1840

 
     

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