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Ausgabe Nr. 11 - Montag  30.11.1998 - Seite 5
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Morgenstimmung in der Stadt


Ganz frueh am Morgen (fuer andere ist das noch mitten in der Nacht) durch Salzburgs Gaesschen zu bummeln, hat etwas Glanzvolles und Geheimnisvolles zugleich. Ein Tip fuer (freiwillige) Fruehaufsteher, die auf der Suche nach der morgendlichen Stille und den originellsten Schaufenstern auf strassenkehrende Menschen stossen wollen.

 
Was heute noch serviert wird:

Draussen vor der Tür - wanderbares Salzburg im Winter (auf Seite 1)

Wanderbares Aigen -- Der Verdacht (auf Seite 2)

Gemuese fuer den Schnoesel (auf Seite 3)

Salzburg aus der Gemsenperspektive (auf Seite 4)


Treffpunkt ist um 6.30 Uhr beim Eingang in die Getreidegasse, denn geht’s vorbei an Sporers Hausmischungen und all den anderen spaerlich beleuchteten Schaufenstern auf der beruehmten Tagestouristenfaehrte. Bei McDonalds und Nordsee werden die letzten UEberreste an nicht essbaren Tueten vor dem Eingang weggekehrt.

An einer Ecke stehen zwei Maenner mit Plastiksaecken in den Haenden und werfen sich auslaendische, nach Kommunismus klingende Woerter zu. Man kann nicht frueh genug darueber sprechen.
Die geschlechterverbindende Reklame ”Maenner und Frauen sind gleich, nur eben anders.“ wirkt um diese Zeit nicht: am Morgen sind wir ausnahmsweise alle einfach Menschen.
Aus einer Baeckerei lockt der Duft nach frischen Semmeln und anderen Backmischungen. Die Route fuehrt geradewegs in die Judengasse, vorbei am exklusiven Ostergeschaeft, das noch immer der zeitlich begrenzten Tradition trotzt - und fleissig bunte Eier ausstellt.

Quer ueber den Waagplatz steuern wir auf die Mozartstatue zu, ueber deren Gesicht Erleichterung zu huschen vermag.
Am Residenzplatz vorbei spazieren wir am Postgebaeude an der hinteren Dommauer vorbei zum Kapitelplatz, anschliessend zum Domplatz und (vom leichten Gluehwein- und Punschgeruch, der um diese Jahreszeit die Vorstellung der Jedermann-Auffuehrung doch etwas truebt und einen selbst etwas benebelt) flanieren wir weiter durch die Franziskaner Gasse und biegen dann nach rechts in die Sigmund-Haffner-Gasse ein.

Der Franziskaner Moench, der eben auf uns zu kommt, scheint ebenfalls noch nicht richtig erwacht, obwohl uns der schon die morgendliche Agape voraus hat.
Beim Torbogen faellt unser Blick auf die Buecher-Tips in der Auslage, unter anderem auf besonders leckere kulinarische Abbildungen: so beruhigend wie der Spaziergang bisher auch war, aus der Magengrube toenen eher beunruhigende Knurrgeraeusche - und wir beschliessen, uns ins bekannteste Café an der Ecke zu setzen.

(Oeffnungszeiten Tomaselli: Mo - Sa ab 7 Uhr, So ab 8 Uhr)
 

   
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