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Ausgabe Nr. 22 - Dienstag  13.4.1999 - Seite 2
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Was heute noch serviert wird:

Hilfe zwischen Quoten und Gefühlen (auf Seite 1)

Im Gespraech (auf Seite 3)

Fact-Box (auf Seite 4)


FPÖ: Österreich hat Mitschuld am Kosovo-Konflikt



"Dilletantisch" bezeichnete der Salzburger FP-Klubobmann Karl Schnell den Versuch der NATO, den Kosovo-Konflikt durch einen Krieg zu lösen. Durch diesen Angriffskrieg", der auch völkerrechtlich bedenklich sei, verschlechtere man die Situation der Bevölkerung des Kosovo. Da die EU jahrelang bei dem Konflikt zugeschaut habe, ohne etwas zu unternehmen, habe auch Österreich als EU-Mitglied Mitschuld an der derzeitigen Situation. Man habe deshalb auch die moralische Verpflichtung, so Schnell, den Menschen zu helfen. Im Vordergrund müsse die Hilfe vor Ort stehen. Sonst drohe das Problem, daß die Leute nach Beendigung des Konfliktes nicht mehr in ihre Heimat zurück wollten, sagte Schnell.




Grüne: 350 Leute sind beschämend wenig



"Beschämend wenig" sind für den Grünen Klubsekretär Bernhard Sams die 350 Kosovo-Flüchtlinge, die Salzburg aufnehmen will. Auch österreichweit seien 5000 Flüchtlinge nicht viel. Daß Salzburg die Zahl der Flüchtlinge nach dem Anteil der Salzburger Bevölkerung an der österreichischen Gesamtbevölkerung bestimmt, hat für Sams keine Bedeutung. "Genauso könnte man andere Kriterien hernehmen." Sams räumte allerdings ein, daß die Hilfe im Kosovo nicht daran festgemacht werden könne, wie viele oder wenige Flüchtlinge ein Land aufnehme. Die Hilfe vor Ort stehe im Vordergrund. Man dürfe Milosevic nicht bei der Vertreibung der Kosovaren unterstützen, so Sams.





VP: Sinnvoller, vor Ort zu helfen



Es könne nicht das Hauptziel einer Hilfe für die Bevölkerung des Kosovo sein, die Flüchtlinge zu Hunderttausenden auf die ganze Welt zu verteilen, ließ der Salzburger VP-Landtagsabgeordnete Wolfgang Saliger der "Facit"-Redaktion mitteilen. Würde man die vielen Flüchtlinge dauerhaft aus der Region bringen, würde man Slobodan Milosevic lediglich dabei unterstützen, den Kosovo zu "säubern". Deshalb müsse man prinzipiell danach trachten, die Leute in der Region zu halten und ihnen dort zu helfen, so Saliger über Klubgeschäftsführer Bernhard Auer. Auch dürfe man nicht vergessen, daß der Großteil der Flüchtlinge ja in der Region bleiben will. Die Flüchtlings-Quartiere in Salzburg müßten nach den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet werden.





Markovic: Kein Völkermord im Kosovo



Als unwahre Propaganda der NATO betrachtet der Leiter des Großkonsulates der Bundesrepublik Jugoslawien in Salzburg, Dragan Markovic, die Berichterstattung der westlichen Medien. Laut Markovic gab es vor den NATO-Angriffen keinen Völkermord im Kosovo. Auch die humaniotäre Katastrophge sei durch die NATO verursacht worden. Die Hunderttausenden Kosovo-Flüchtinge in den Nachbarstaaten Jugoslawiens seien auf der Flucht vor NATO-Bomben, denn Massaker durch die serbische Armee habe es nie gegeben. Die UCK würde die vertriebenen Kosovo-Albaner zwingen, von Grausamkeiten durch das Milosevic-Regime zu berichten. Damit wolle sie den Westen auf ihre Seite ziehen, um ein Großalbanisches Reich zu gründen. Laut Markovic sollen "Albaner im Kosovo eine kulturelle, nicht eine politische Autonomie bekommen." Eine Chance für Frieden sieht der jugoslawische Konsul einzig in der Diplomatie. Der Vertrag von Rambouillet sei für Milosevics Unterverhandler untragbar gewesen, da "der Text von den Albanern und ihren Freunden, den Amerikanern, geschrieben wurde, und schon im Februart in einer kosovarischen Zeitung abgedruckt worden ist." Feindbild Nummer 1 ist US-Präsident Bill Clinton, der offiziell mit Hitler verglichen wird. "Die brutale Aggression ohne rechte Ursache ist der Untergang der internationalen Rechtordnung, da die souveräne Bundesrepublik Jugoslawien niemanden angegriffen hat", so Markovic.
 

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In Anbetracht der Zerstörung kann die Kosovo-Hilfe nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein.
In Anbetracht der Zerstörung kann die Kosovo-Hilfe nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein.

Organisierte Serbenproteste gegen die NATO auch in Salzburg.
Organisierte Serbenproteste gegen die NATO auch in Salzburg.


Die Betreuung muß auf die psychische und physische Verfassung der Flüchtlinge abgestimmt sein.
Die Betreuung muß auf die psychische und physische Verfassung der Flüchtlinge abgestimmt sein.

 
     

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