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Ausgabe Nr. 119 - Freitag  7.12.2001 - Seite 1
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Michael Bilic - Traumrolle Cineast


Die Leidenschaft zum Film begleitet Michael Bilic schon sein ganzes Leben lang. Heute ist er erfolgreicher Geschäftsführer des DAS KINO Filmkulturzentrums in Salzburg.

 
Was heute noch serviert wird:

Neuer Anstrich für die Altstadt? - Frau Mag. Inga Horny, Geschäftsführerin der Altstadt Salzburg Marketing GmbH (auf Seite 2)


"Meine Eltern hatten wenig Zeit und ich war oft alleine, darum war ich schon als Kind viel im Kino" erzählt der heute 55- jährige Michael Bilic, seit 1983 Geschäftsführer des DAS KINO- Filmkulturzentrums in Salzburg. In unmittelbarer Nähe des Geschäfts der Familie Bilic standen seinerzeit das Artiskino sowie das Stadtkino. Beide Kinos existieren nicht mehr, genauso wie die meisten anderen alten Innenstadtkinos. Nur das Mozartkino hat überlebt und das Lifkakino, das unter dem spätern Namen DAS KINO zu Bilics Lebenswerk werden sollte.

Denn trotz seiner vielseitigen sportlichen Interessen und seiner Ausbildung zum Psychologen blieb er seiner Filmleidenschaft treu und begann neben dem Studium kleine Filme zu drehen und sich für die "Aktion der Gute Film" zu engagieren. Aus dieser Aktion wurde schließlich das Salzburger Filmkulturzentrum, das 1978 die Räumlichkeiten des ehemaligen Lifkakinos bezog. Michael Bilic war selbstverständlich von Anfang an dabei, bereits fünf Jahre später wurde er zum Leiter des neuen Kulturkinos.

Es ist vor allem die langjährige Erfahrung, die Kollegen heute an ihm schätzen. "Er hat die besten Kontakte und Hintergrundinfos, vor allem bei kulturpolitischen Auseinandersetzungen ist er unverzichtbar" sagt Thomas Randisek, Geschäftsführer des Dachverbands der Salzburger Kulturstätten über Michael Bilic. Er sei einer seiner engsten Weggenossen mit dem es sich auch noch trefflich streiten lasse, so Randisek weiter.

Und streitbar ist Bilic vor allem auch wenn es um die Unabhängigkeit seines Filmkulturzentrums geht. DAS KINO hat einen klaren politischen Anspruch, gesellschaftliche Fragen wie Homosexuellenfeindlichkeit, Rassismus oder Neofaschismus werden aufgegriffen und kritisch behandelt. Klar, dass es da immer wieder zu Auseinandersetzungen mit Politikern kommt. " Von öffentlichen Attacken bis zur Drohung die Subventionen zu kürzen oder das Personal zu entlassen hat es alles schon gegeben" meint Bilic. Doch er wird sein Programm weiter verfolgen auch wenn er dabei manchmal aneckt.

Und der Erfolg gibt ihm Recht. Das meint auch Werner Riemer, im Kulturamt der Stadt Salzburg für Filmförderung zuständig: "Ich bin mit der Entwicklung des DAS KINO außerordentlich zufrieden. Michael Bilic ist sicherlich der richtige Mann am richtigen Ort denn er hat durch sein Programm dafür gesorgt, dass DAS KINO seinen Platz neben den Cineplexx behaupten wird." Dass die Programmwahl des öfteren Anstoß vor allem bei Politikern der FPÖ erregt, stört Riemer wenig, denn "uns interessiert Sparsamkeit und Effizienz, nicht die politische Ausrichtung". Und die Buchhaltung stimmt bei Michael Bilic immer auf Heller und Pfennig.

(Ein Porträt aus der Reihe 'SalzBurger Köpfe')

(edwo)
 

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Michael Bilic -  Geschäftsführer des DAS KINO aus Leidenschaft
Michael Bilic - Geschäftsführer des DAS KINO aus Leidenschaft

 
     

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