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Ausgabe Nr. 37 - Mittwoch  5.5.1999 - Seite 1
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„Bauern helfen Bauern“ - Die etwas andere Hilfsorganisation


Es war vor allem die Not der unzaehligen unschuldigen Kinder und alten Menschen, die uns dazu bewegt hat, unsere Zeit und unsere Herzen einzusetzen.

 
Was heute noch serviert wird:

„Der Zug der Hoffnung“ (auf Seite 2)

Das soeben abgeschlossene Projekt der Hilfsorganisation „Bauern helfen Bauern“ (auf Seite 3)

Ein kleiner Rueckblick auf den Dezember vergangenen Jahres“ (auf Seite 4)

Spendenaufruf der Hilfsaktion „Bauern helfen Bauern“ (auf Seite 5)


Alexander Eberle und seine Frau Doraja gruendeten im November 1992 ihre ganz private und unabhaengige Hilfsorganisation. Ohne ein Buero , jedoch mit insgesamt vierzig ehrenamtlichen Mitarbeitern helfen sie jedem, der in Not ist.
Sie sind eine voellig unabhaengige Organisation, es werden keine Gelder vom Staat beantragt, sie leben von den Privatspenden.
„Dadurch koennen wir tun und lassen was wir wollen und sind niemandem eine Rechenschaft schuldig.“

„Es werden nur Tausende um wenig gebeten, nie wenige um viel“, erzaehlt uns Frau Eberle.

Sie organisieren und begleiten jeden Transport selber. Alle Hilfsgueter werden persoenlich und direkt an die Notleidenden uebergeben. Denn nur so kann man sicher sein, dass alles, was gebracht wird, auch den richtigen Empfaenger findet. Jeder einzelne, der Spenden erhaelt, wird im Computer registriert. Fuer die Hilfsorganisation „Bauern helfen Bauern“ ist es absolut menschenunwuerdig, Massenverteilung zu betreiben.

Seit nunmehr schon fast 7 Jahren faehrt die Familie mit ihren Helfern und Mitarbeitern freiwillig zu unseren notleidenden Nachbarn. Es wird dabei versucht, den Menschen in den ehemaligen Kriegsgebieten beizustehen wo es nur geht, mit allen ihnen zur Verfuegung stehenden Mitteln.
Frau Eberle „pendelt“ jedes Monat einmal zu unseren „Nachbarn“ um sie einfach nur zu besuchen, um mit ihnen Geburtstage zu feiern, oder aber auch um jemanden zu begraben.

Angefangen hat alles, wie bereits oben erwaehnt, im Jahre 1992, als Familie Eberle in das ehemalige Kriegsgebiet fuhr um sich selbst ein Bild von der aussichtslosen Situation der dort lebenden Menschen zu machen. Tausende hatten kein Dach ueber dem Kopf, die Lebensbedingungen waren unvorstellbar. Daraufhin begann Familie Eberle sich Gedanken zu machen, wie sie diesen verzweifelten Menschen helfen koennten.
Anstoss zur rettenden Idee gab die Unterhaltungssendung „ Wetten dass...?“ von Thomas Gottschalk. Es ging dabei um einen Mann namens Hans Fritz, der im Schnelltempo kleine Holzhaeuser baute.
Die Familie setzte sich mit dem „Haeuslbauer“ in Verbindung und errichteten daraufhin mit seiner Hilfe die ersten Haeuser (fuer sechs Leute, pro Stueck 56.000 S) in Kroatien.
Der Name der Hilfsorganisation ergab sich daraus, dass die ersten, die Holzspenden an die Eberles weitergaben, Siezenheimer Bauern waren.

Doch bald wurde klar, dass Haeuser aufzustellen alleine nicht ausreicht. Einen großen Mangel gab es auch an Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Salz und noch vieles mehr.
„Daraufhin haben wir einfach einen Aufruf in allen Schulen gestartet. Jeder sollte, wenn irgendwie moeglich, ein Kilo von etwas spenden“, berichtet Doraja Eberle.
Was folgte war eine riesige Kettenreaktion und bereits innerhalb von 48 Stunden trafen mehr als 60 Tonnen Lebensmittel bei der Hilfsaktion ein. Das Team, bestehend aus den 40 ehrenamtlichen Helfern, machte sich sofort auf den Weg in das ehemalige Kriegsgebiet, um die gespendeten Gueter zu verteilen.
Doch nicht nur mit Lebensmittel wird geholfen. Die Hilfsaktion sorgt auch dafuer, dass diese Menschen auch alles bekommen, was ein Mensch braucht, „ um ein Mensch zu sein“. Angefangen von handwerklichen Geraeten zum Bebauen eines Gartens bis hin zu den speziellen Dingen, die zum Beispiel ein Friseur benoetigt, um seinen Beruf ausueben zu koennen.

Bisher hat die Hilfsaktion, aus der kürzlich ein Verein geworden ist, an die 240 Haeuser in vier Projekten errichtet. Weiters gibt es 750 Patenfamilien in Deutschland, Oesterreich und Suedtirol. Das heisst, alle zwei Monate werden fuer diese Familien Pakete zusammengestellt, die spaeter dann auch persoenlich an die Armen ueberreicht werden.
Das sind regelmaessig an die zehn bis achtzehn grosse Lastwaegen und an die zwei Tausend Pakete. Insgesamt gingen bereits an die 700 Lkw-Ladungen von Glanegg Richtung Balkan.

(mike)
 

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Das „Logo“ der Hilfsorganisation „Bauern helfen Bauern“
Das „Logo“ der Hilfsorganisation „Bauern helfen Bauern“

Herr Alexander Eberle gruendete mit seiner Frau die Organisation
Herr Alexander Eberle gruendete mit seiner Frau die Organisation

Frau Doraja Eberle: Motor und Seele der beeindruckenden Hilfsorganisation
Frau Doraja Eberle: Motor und Seele der beeindruckenden Hilfsorganisation

Das Zelt dient als Sammelstelle und wurde von einem Unternehmer aus St. Koloman aufgestellt.
Das Zelt dient als Sammelstelle und wurde von einem Unternehmer aus St. Koloman aufgestellt.

 
     

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