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Ausgabe Nr. 32 - Mittwoch  28.4.1999 - Seite 4
Uni-Versal

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Neulich im SalzBurger:
am 20.4.1999
Auf Sand gebaut?


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Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) und Verband Sozialistischer StudentInnen Oesterreichs (VSSTOE)


Abschaffung der Bundesvertretung contra offener Hochschulzugang und Qualitaetssicherung

 
Was heute noch serviert wird:

OEH-Wahl 99
Wer geht diesmal hin? (auf Seite 1)

AktionsGemeinschaft (AG) und Gruene und Alternative StudentInnen (GRAS) (auf Seite 2)

Junge Europäische Studenten (JES) und Liberales StdentInnen Forum (LFS) (auf Seite 3)

Nicht wirklich betroffen (auf Seite 5)


Interview mit Peter Zeitheim, Spitzenkandidat des RFS



Welche Ziele habt ihr Euch fuer diese Wahl gesteckt?

- Abschaffung der 23 Mio. Schilling teuren Bundesvertretung, dies sind 29 % Deines OeH-Beitrages von 180,- oeS.
- Busfreifahrt anstatt Zwangsmobilitaetsbeitrages!
- Skandaloese Aufwandsentschaedigung fuer OeH-Exekutive (=Regierung) in Salzburg. Diese haben sich in den letzten zwei Jahren GRAS-LSF-VSSTOE-Koalition mehr als verdoppelt!

- Bundesweite Ziele:
- Ausweitung der Oeffnungszeiten: immer mehr Studierende sind gezwungen neben dem Studium arbeiten zu muessen. Auch sie sollten die Moeglichkeit haben, die universitaeren Einrichtungen zu nutzen.
- Vermehrtes Pruefungsangebot: Durch zusaetzliche Termine waehrend des Semesters und vor allem in den Ferien soll ein schnelles Studium nicht laenger Illusion sein.
- Freie Prueferwahl: in saemtlichen Studienrichtungen
- Anhebung der Verdienstfreigrenzen. Arbeiten und studieren muss sorgenfrei moeglich sein. Hoehere Verdienstgrenzen duerfen nicht gleichzeitig zum Verlust der Beihilfen fuerhen.
- Foerderung von Auslandsaufenthalten: Auslandssemester stellen eine grosse Bereicherung der universitaeren Ausbildung dar. Die Unis haben fuer leichteren Zugang zu sorgen. Buerokratische Huerden sind dabei zu beseitigen.
- Freifahrt fuer alle Studierenden
- Freiwilligkeit statt Zwang
- Abschaffung der geldverschleudernden Bundesvertretung
- Studentenpolitik statt Allgemeinpolitik
- Gegen Studiengebuehren: Der Uni-Zugang muss auch weiterhin frei bleiben. Die einzige Alternative bietet unser Studienfinanzierungsmodell


Auf welchem Weg hofft Ihr diese Ziele an den Waehler zu bringen (give aways, Diskussionsrunden, etc.)

Flugzettel und Zeitung
Gespraeche am Infostand
Maibowlestandln
10. Mai (NAWI)
11. Mai (GESWI)
12. Mai (Jur. Fak.) jeweils Mittags


Gibt es speziell umrissene Zielgruppen innerhalb der Studentenschaft?

Ja, aber wir legen unsere Wahlwerbung nicht auf eine bestimmte Zielgruppe aus.


Was soll bzw. kann studentische Vertretung leisten?

Die Studentenvertretung soll Anlaufpunkt und Treffpunkt fuer alle Studenten sein. Zum Austausch von Erfahrungen, Skripten, Tips fuer Pruefungen und Beratung.


Die Pflichtmitgliedschaft wird von verschiedenen Seiten thematisiert bzw. in Frage gestellt, wie steht ihr dazu?

Wir sind fuer eine Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft.
Freiwilligkeit statt Zwang!


Wie setzt sich Euer Hauptausschussteam zusammen (Alter, Semesterzahl, Studienrichtung, Frauenanteil, studentenpolitische Vorerfahrung)?

Wir hatten nur ein Mandat im Hauptausschuss, mit dem wir eine laengst ueberfaellige Kontrollfunktion ausueben konnten. Dieses Mandat wurde von mir besetzt: Peter Zeitheim; 29 Jahre; 14. Semester Genetik; Die weitere Liste ist sehr heterogen zusammengesetzt. Nur unser Frauenanteil sollte hoeher sein.


Wie steht ihr zur bekannt geringen Wahlbeteiligung?

Die geringe Wahlbeteiligung ist nicht weiter verwunderlich bei den Leistungen der OEH in den letzten Jahren.
Allgemeinpolitische Profilierungsversuche
Verschwenden von OEH-Mitteln fuer „Uni-fremde“ Projekte
Schamloses Bedienen aus OEH-Mitteln
Exzessive Minderheitenpolitik


Was ist deine persoenliche Motivation fuer dein studentenpolitisches Engagement?

Meine Motivation war und ist der Zustand der OEH-Salzburg, dass ein „Spassfaktor“ dazugekommen ist, ist erfreulich.




Offener Hochschulzugang und Qualitaetssicherung
Interview mit Kathrin Niedermoser, Spitzenkandidatin des VSSTOE



Welche Ziele habt ihr euch fuer diese Wahl gesteckt?

Es ist klar, dass wir ueberall wo wir kandidieren, vertreten sein wollen. Auf alle Faelle wollen wir die 2 Mandate im HA halten.


Welche Programm-Schwerpunkte habt ihr?

Ganz oben steht bei uns der offene Hochschschulzugang, der nicht mehr so sicher ist, wie er es vor einigen Jahren war. Studieren darf keine Frage des Geldes sein. Das bringt die Forderung, finanziell Schwaechere mehr zu unterstuetzen, automatisch mit sich. Es ist schon klar, dass sich in punkto Qualitaetssicherung der Unis was aendern muss, fade Vorlesungen und fachdiktaktisch nicht ausgebildete Professoren mit Privatunis und Studiengebuehren zu bekaempfen, halten wir jedoch fuer den falschen Ansatz. Wir fordern daher sinnvolle Evaluierungen, die auch Konsequenzen mit sich ziehen.


Auf welchem Weg hofft ihr, diese an den Waehler/die Waehlerin zu bringen? (give-aways, Diskussionsrunden, Aktionismus etc.)

Mit Aktionen, wir wollen Einsatz demonstrieren und nicht nur von Plakaten runter grinsen.


Gibt es fuer euch speziell umrissene Zielgruppen innerhalb der Studentenschaft?

Wir wollen uns vor allem fuer jene StudentInnen stark machen, die leider immer noch benachteiligt werden. Frauen, AuslaenderInnen, StudentInnen mit Kindern und sozial schwaechere StudentInnen.


Was soll, was kann studentische Vertretung leisten?

Studentische Vertretung soll "ganz einfach" ein Sprachrohr sein, dass sich auf allen Ebenen fuer studentische Belange einsetzt. Das erweist sich nicht immer als einfach, weil wir in vielen Verhandlungen nicht als gleichwertig behandelt werden. Gerade jetzt, wo sich die Universitaet in einer Umbruchsphase befindet es ist besonders wichtig, dass die StudentInnen nicht einfach uebergangen werden und von einer starken OEH vertreten werden.


Die Pflichtmitgliedschaft wird von verschiedenen Seiten wieder thematisiert bzw. in Frage gestellt: Wie steht ihr dazu?

Das Wort an sich ist schon sehr negativ belastet. Es ist einfach so, dass StudierendenvertreterInnen nur dann stark sein koennen, wenn viele StudentInnen hinter ihnen stehen.


Wie setzt sich euer Hauptausschuss-Team "soziostrukturell" zusammen (in bezug auf Alter, Semesteranzahl, Studienrichtungen, Frauenanteil)

Unsere Hauptauschuss-Team ergaenzt sich in allen Richtungen. Wir haben eine Frauenquote von 50 %, Hoeher- und Niedrigersemestrige, Naturwissenschaftler und Geisteswissenschaftler...es ist also quer durch. Das ist auch sehr wichtig, denn auch innerhalb der Fraktion sollte es eine Ausgewogenheit geben.


Wie steht ihr zur bekannt geringen Wahlbeteiligung?

Die geringe Wahlbeteiligung ist insofern problematisch, da sie die OEH einfach schwaecht und zu einer geringen Akzeptanz von Aussenstehenden fuehrt. Ich kann hier nur an alle StudentInnen appellieren, bei den Wahlen im Mai ihre Stimme abzugeben.


Frage an den/die Spitzenkandidaten/in: Was ist Deine ganz persoenliche Motivation fuer Dein studentenpolitisches Engagement?"

Ich bin so wie viele andere gleich am Beginn meines Studiums draufgekommen, dass sehr vieles falsch laeuft. Wie schon erwaehnt, befindet sich die Uni in einer Umbruchphase, in der es besonders wichtig ist studentische Belange nach aussen zu artikulieren. Ich will nicht, dass von oben herab irgendjemand ueber mich entscheidet, sonder ich will aktiv fuer meine Rechte als Studentin einstehen. Das Veraendern von veralteten Strukturen und Systemen spielt da natuerlich auch eine grosse Rolle.



 

Links zum Thema:

RFS Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

VSSTOE Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

   
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Peter Zeitheim vom RFS
Peter Zeitheim vom RFS

Kathrin Niedermoser vom VSSTOE
Kathrin Niedermoser vom VSSTOE

 
     

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