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Ausgabe Nr. 22 - Dienstag  13.4.1999 - Seite 3
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Was heute noch serviert wird:

Hilfe zwischen Quoten und Gefühlen (auf Seite 1)

Statements (auf Seite 2)

Fact-Box (auf Seite 4)


Über die Koordination der Aufnahme der rund 350 Kosovo-Flüchtlinge in Salzburg sprach "Facit" mit dem Leiter der Abteilung Soziales im Amt der Salzburger Landesregierung, Hofrat Dr. Herbert Prucher.


In das Aufgabengebiet der Abteilung fällt auch die Versorgung der Flüchtlinge. Für Prucher ist die derzeitige Situation nicht neu. 1993 war er in leitender Funktion mit der Bosnien-Flüchtlingswelle konfrontiert. Damals stellte sich für ihn die Situation allerdings anders dar. Österreich war noch nicht bei der EU. Insbesondere Salzburg war als Grenzland zu Deutschland in der prekären Situation, Tausende aus dem Nachbarland abgeschobene Flüchtlinge aufnehmen und für sie Quartiere finden zu müssen. "Das ist nicht einfach, weil man zunächst nicht weiß, in welcher Verfassung die Menschen sind und welche Bedürfnisse sie haben. Wenn es alte oder kranke Menschen sind, genügt es nicht einfach, sie mit 100 anderen in ein Lager einzuquartieren", so der Abteilungsleiter.


Viel deutlicher wird sich dieser Umstand in der aktuellen Krise zeigen. "Bis jetzt wissen wir nicht, wer kommt, und in welcher körperlichen und psychischen Verfassung die Leute sind". Über die genaue Zahl, wieviele Quartiere bereits gefunden wurden, konnte Prucher zum Interviewzeitpunkt noch keine Angaben machen. Erschwerend kommt hinzu, daß die Dauer des Konfliktes nicht absehbar ist. Die Sozialabteilung kann noch keine Angaben über die Finanzierung der Flüchtlingshilfe machen.


Unverzichtbar ist für Prucher die Hilfe der Bevölkerung und privater Hilfsorganisationen wie der Caritas und dem Roten Kreuz. "Wir müssen als Sozialabteilung letztlich die politischen Entscheidungen ausführen."


Deshalb wollte sich der Sozialamtsleiter auch nicht dazu äußern, ob die Zahl der aufgenommenen Flüchtlinge zu hoch ist, oder nicht. Wichtig sei aber vor allem, daß verstärkt vor Ort geholfen werde, damit die Vertreibungsstrategie Milosevics nicht aufgehe. Man dürfe dem Diktator nicht auch noch helfen, meinte Hofrat Prucher.
 

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