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Ausgabe Nr. 27 - Dienstag  20.4.1999 - Seite 3
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Eine Chronologie des Kongresshaus-Neubaus:

 
Was heute noch serviert wird:

Auf Sand gebaut? (auf Seite 1)

Untersuchungsausschuß – zahnloses Kontrollrecht? (auf Seite 2)

Statements (auf Seite 4)


Herbst 1985
Das Leitbild der „Kurstadt Salzburg“ greift nicht. Erstmals wird in einer Kongress-Studie eindeutig auf die Notwendigkeit eines Ausbaues des Kongreßwesens hingewiesen. Vertreter der Wirtschaft sagen „handfeste“ finanzielle und ideele Beteiligung zu.

Jaenner 1986
Buergermeister Josef Reschen (SP) schlaegt einen Kongresshausneubau am Standort Riedenburg vor.

September 1989
Das Penta-Hotel am Bahnhof soll die Funktion des Kongresszentrums in Salzburg uebernehmen. Die Stadt verabschiedet sich von Neubau-UEberlegungen und beauftragt den Architekten Fonatsch mit einer Studie fuer eine kleine Umbauvariante.

Juni 1990
Buergermeister Harald Lettner (SP) ortet „hoechsten Handlungsbedarf“ fuer die Sanierung des Kongreßhauses.

Oktober 1992
Nach Durchfuehrung eines Architekturwettbewerbs wird das Siegerprojekt des Architekten Juan Navarro-Baldeweg fuer ein neues Kongreßhaus praesentiert. Die Kosten fuer den Neubau werden von Bgm. Lettner mit 250 Millionen Schilling beziffert. Vizebuergermeister Herbert Fartacek (SP) spricht von unrealistischer „Großmannsucht“ und schaetzt die Kosten auf „bis zu 500 Millionen Schilling“.

Dezember 1992
Der neue Stadtrat Siegfried Mitterdorfer (FP) bezeichnet das Projekt als „unrealistische Altlast“, die Finanzierung sei vollkommen ungesichert.

Mai 1993
Der Gemeinderat beschließt gegen die Stimmen der Buergerliste eine „Große Umbauvariante“ mit einem Kostenrahmen von 200 Millionen Schilling und einem geplanten Baubeginn 1994. Die Ausschreibung wurde auf Salzburger Architekten beschraenkt.

September 1993
Die Salzburger Architektenkammer kritisiert das Baldeweg-Projekt scharf und fordert einen neuen Wettbewerb.

Oktober 1993
Die Stadt beschließt, keinen neuen Wettbewerb auszuschreiben und statt dessen die drei Sieger und die drei Anerkennungspreistraeger zu einem Gutachterverfahren einzuladen.

November 1993
Das von Stadtrat Mitterdorfer vorgelegte Finanzierungskonzept wird im Gemeinderat beschlossen. Navarro-Baldeweg wird gegen die Stimmen von Buergerliste und Liste Masopust mit der Umarbeitung des Siegerprojektes des Gutachterverfahrens beauftragt. Festgelegte Kostenobergrenze: 250 Millionen Schilling.

Oktober 1994
Die Wirtschaftskammer steigt aus den Finanzierungsverhandlungen aus.

Fruehjahr 1995
Nachdem die Finanzierung des ueberarbeiteten Siegerprojektes von Architekt Navarro Baldeweg unmoeglich erscheint (Baudirektionsschaetzung : 556 Mio. Schilling) wurde von Architekt Friedrich Brandstaetter eine Variante entworfen, die um 150 Millionen Schilling billiger sein soll. Brandstaetter war im Wettbewerb bestgereihter Oesterreicher gewesen.

September 1995
Das Projekt von Architekt Brandstaetter, mittlerweile etwas abgespeckt, wird vom Gemeinderat mit 25:15 Stimmen beschlossen.

Juli 1996
Der Gemeinderat beschließt gegen die Stimmen der Buergerliste und Eduard Mainoni (FP) die Baubetreuung und das Projektmanagement der ARGE Zipperer/Hypo Niederoesterreich zu uebertragen.

6. August 1996
Buergermeister Josef Dechant (VP) und Stadtrat Siegfried Mitterdorfer unterschreiben die Vertraege für den Neubau des Kongresshauses. Vertragspartner ist die ARGE Zipperer/Hypo Niederoesterreich. Der Gemeinderatsbeschluß geht von Baukosten in Hoehe von 435 Millionen Schilling aus.

Juli 1997
Der fuer den Bau politisch zustaendige Stadtrat Siegfried Mitterdorfer betont in einer Pressekonferenz seine Zufriedenheit mit dem Voranschreiten der Planungen und der Arbeit von Brandstaetter.

9.Dezember 1997
Der Stadtsenat erteilt die Einzelbewilligung zur Errichtung des Kongresshauses

12. Dezember 1997
Stadtrat Mitterdorfer erklaert ueberraschend die Entlassung des Architekten Brandstaetter weil dessen Architektenleistungen große Maengel aufweisen sollen. Die ARGE bestimmt den Architekten Maurer zum Nachfolger und fordert Brandstaetter auf, alle Projektunterlagen auszufolgern. Brandstaetter wiederum weist in einem Interview auf grobe Maengel des Projektes (zu wenig Lifte, Kubaturerhoehung etc.) hin und beklagt die schwierige Zusammenarbeit mit der ARGE.

Februar 1998
In einem Sondergemeinderat zum Thema Kongreßhaus werden Probleme und Fragen im Zusammenhang mit der Kubaturerhoehung, der Verkehrsloesung, der Haftungsfrage nach dem Wechsel der Architekten usw.usw. aufgeworfen, die nicht wirklich zur Zufriedenheit aller Gemeinderatsmitglieder geloest werden konnten. Dennoch wird eine von der SP geforderte begleitende Kontrolle mehrheitlich abgelehnt.

8. Juli 1998
Baubeschluß durch den Gemeinderat

22.Maerz 1999
Die Kostensteigerung um ca. 25 Millionen Schilling kommt ans Licht der Oeffentlichkeit. Begruendet wird sie mit der falschen Einschaetzung der Bodenqualitaet. Salzburg ist auf Seeton gebaut! SP, VP und Buergerliste wollen Mitterdorfer das Ressort wegnehmen.

13.April 1999
Der Untersuchungsausschuss zu den Vorgaengen rund um den Kongreßhausneubau und die Kostensteigerung tagt zum ersten Mal. Besonders hart trifft die Kritik den Boden-Gutachter. Ein Endbericht ist nicht vor dem Sommer zu erwarten.

Jahresende 2000
Voraussichtlicher Eroeffnungstermin
 

Links zum Thema:

Regierungsmitglieder Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Gemeinderatsklub der Bürgerliste Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Das Kongreßhaus in allen Facetten Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

   
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Computermodell des neuen Kongresshauses
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