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Ausgabe Nr. 22 - Dienstag  13.4.1999 - Seite 1
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Hilfe zwischen Quoten und Gefühlen


Von Sabine Auer und Johannes Niederbrucker

 
Was heute noch serviert wird:

Statements (auf Seite 2)

Im Gespraech (auf Seite 3)

Fact-Box (auf Seite 4)


Der Ausbruch der kriegerischen Auseinandersetzungen im Kosovo stürzte die EU und damit Österreich in ein Dilemma. Zum einen kann es sich keine Regierung leisten vor der humanitären Katastrophe die Augen zu verschließen. Zum anderen haben Länder wie Österreich immer noch mit einem Großteil der mit der letzten Flüchtlingswelle aus dem Bosnienkrieg 1993 ins Land gekommenen Flüchtlinge umzugehen. Auch steht im Kosovo die moralische Verpflichtung, nicht Milosevics "ethnische Säuberung" zu unterstützen, im Mittelpunkt. Standen 1993 die Grenzen des Nicht-EU-Mitgliedes Österreich für die Flüchtlinge offen, so öffnet die österreichische Regierung diesmal nur ein Nadelöhr.

5.000 Flüchtlinge sind für ein reiches Land nicht viel. Um der, von den Albanern nicht gewünschten weltweiten Verstreuung ihres Volkes vorzubeugen, sollte nach Meinung der meisten Politiker aber die Hilfe im Krisengebiet selbst absolute Priorität haben. Im Zentrum der österreichischen Hilfe steht die "Nachbar in Not"-Spendenaktion, mit deren Mitteln das "Österreich-Camp" in Albanien errichtet wird.


In Österreich selbst herrscht seit Dienstag nach Ostern bei den Hilfsorganisationen und zuständigen Ämtern Hochbetrieb, um für die Ankunft der 5.000 Kosovo-Flüchtlinge vorbereitet zu sein. Entscheidend ist eine unbürokratische und schnelle Hilfe für die Vertriebenen. Dies ist weitgehend gesichert, da kein Kosovo-Albaner in das Krisengebiet abgeschoben werden kann, solange der Konflikt andauert. Durch eine Sonderregelung werden auch jene mittellosen Asylwerber, die undokumentiert, also ohne Papiere nach Österreich kommen, in die Bundesbetreuung aufgenommen. Diese Regelung wurde durch die Zerstörung von Personaldokumenten durch die jugoslawische Armee notwendig. Der rechtliche Status für die Aufenthaltsberechtigung, wovon auch die Aufenthaltsdauer abhängt, ist noch nicht eindeutig geklärt.
 

Links zum Thema:

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Oesterreichisches Rotes Kreuz Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

UNHCR Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

   
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Tiefe Verzweiflung ist den Flüchtlingen ins Gesicht geschrieben.
Tiefe Verzweiflung ist den Flüchtlingen ins Gesicht geschrieben.

Hunderttausende Kosovo-Albaner flüchten nach Mazedonien und Albanien.
Hunderttausende Kosovo-Albaner flüchten nach Mazedonien und Albanien.

Die Caritas sammelt vorwiegend Babykleidung, Hygieneartikel und Decken.
Die Caritas sammelt vorwiegend Babykleidung, Hygieneartikel und Decken.

 
     

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