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Ausgabe Nr. 33 - Donnerstag  29.4.1999 - Seite 1
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Salzburg steckt noch im Winterschlaf


Kommen die ersten Sonnenstrahlen hervor, so heisst das nicht, dass gleichzeitig das Kuenstler-Leben auf Salzburgs oeffentlichen Strassen und Plaetzen beginnt.

 
Was heute noch serviert wird:

Kein Bewilligungsproblem (auf Seite 2)

Die Musiker lassen noch auf sich warten (auf Seite 3)

Alpenlaendisches Volkstanzfest oder Open-Air-Konzert (auf Seite 4)

Genehmigungsverfahren fuer Grossveranstaltungen - eine politische Entscheidung (auf Seite 5)


Im sonst so froehlichen und atmosphaerischen „Plaetze-Dreieck“ Kapitelplatz, Domplatz und Residenzplatz findet sich zur Zeit nur der harte Kern der Strassenkuenstler. Was das gegenwaertige Stadtbild kennzeichnet, sind drei verschiedene Maler, die ihre kleinen „Salzburgminiaturen“ auf Papier anbieten und eine geheimnisvolle Skulptur in den Domboegen.



Diese Situation hat auch ihren guten Grund, denn es ist nicht leicht in einer Musikstadt wie Salzburg als Maler zu ueberleben. „So leicht ist es nicht Bilder zu verkaufen. In anderen Staedten gibt es eine lange Kuenstler-Tradition, wie z.B. in Paris. Die Leute kommen aber nach Salzburg wegen Mozart und der Musik, nicht wegen der Malerei“, wie der Maler Igor Zindovic zu verstehen gibt. Er lebt seit zehn Jahren in Salzburg und bietet auch seither seine Kunstwerke auf dem Residenzplatz an. „Ich gebe mein Bestes, ich bin optimistisch und freundlich und versuche auf diese Weise meine Kunden zu gewinnen. Die Leute wollen ein Herz, eine Beziehung aufbauen.“ Aber diese Taktik hilft auch nicht immer, besonders wenn der Markt schon gesaettigt ist. „Die Leute brauchen nicht so viele Bilder. Sie sagen: Wir haben keinen Platz, wir haben schon so viele Bilder zu Hause.“ .





Post aus der ganzen Welt.




Dennoch gibt es immer wieder Kunden, die ihm per Post freudige Rueckmeldungen ueber seine kleinen Kunstwerke bringen. „Ich bekomme Postkarten und Briefe von Leuten aus der ganzen Welt. Meine Bilder sind eine schoene Erinnerung fuer sie. Es erinnert sie an ihren Aufenthalt in Salzburg.“ Das bezeugte auch eine Stammkundschaft aus Hamburg, die seine Kunstwerke aufs hoechste lobte. Das Ehepaar kommt jedesmal am Residenzplatz-Stand vorbei, wenn sie wieder einmal Salzburg besuchen. Diese treuen Besucher verstehen gar nicht, warum es nicht mehrere Strassenkuenstler gibt. „Die Strassenkuenstler sind eine Attraktion. Ich weiss nicht, warum es nicht mehr gibt. Es ist pardox, dass die Kuenstler erst eine Bewilligung brauchen.“
 

Links zum Thema:

Vorstellung des Schweizer Strassenmalers Ueli Brunner im Buch „Madonna auf der Strasse“ Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

   
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Die geheimnisvolle Skulptur stammt von der oesterreichischen Kuenstlerin Anna Cromy
Die geheimnisvolle Skulptur stammt von der oesterreichischen Kuenstlerin Anna Cromy

Igor Zindovic auf seinem Standplatz neben den Torboegen zwischen Dom - und Residenzplatz
Igor Zindovic auf seinem Standplatz neben den Torboegen zwischen Dom - und Residenzplatz

Der Maler zeigt seine gesammelten Werke
Der Maler zeigt seine gesammelten Werke

 
     

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