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Ausgabe Nr. 47 - Donnerstag  6.1.2000 - Seite 2
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Der Millenniums-Bug ließ nur leise grüßen


Die in ihn gesetzten Erwartungen mancher Techno-Schwarzseher konnte er bei weitem nicht erfüllen. Weltweit erfolgte der ominöse Datumssprung auf die Zwei plus Triple-Null weitgehend störungsfrei. In Salzburg hörte man nur von zwei Opfern des Bugs: Einem Internet-Wettbüro und den Stempeluhren in den Obussen. Während letztere um ein Jahrzehnt zurückgeworfen wurden, entging den Quotenmachern durch einen Computerfehler ein mehr als üppiges Taschengeld.

 
Was heute noch serviert wird:

Silvestergedanken (auf Seite 1)

Silvester im Obus: "Ziemlich locker" (auf Seite 3)


Tatsächlich waren im Salzburger Stadtteil Nonntal am Neujahrstag sogar einige Haushalte ohne Strom. Doch dafür konnte der Y2K-Bug nun wirklich nichts. In einem Umspannwerk war ein Bauteil gebrochen. Die eifrigen E-Werk-Mitarbeiter waren wohl so froh über den reibungslosen Rutsch ins neue Jahrtausend (auch wir vom SalzBurger wissen natürlich, dass es noch nicht wirklich das neue Millennium ist, aber wie soll man sich diesem Klischee schon entziehen!?), dass sie die mechanischen Bestandteile des Stromnetzes vermutlich etwas überstrapazierten. Nach zwanzig Minuten war alles wieder bereinigt. Der Strom sprudelte wieder aus der Steckdose. Seiner natürliche Quelle, wie man aus der Werbung weiß.

Eine böse Überraschung erlebte hingegen der Betreiber des Salzburger Wettbüros ?Intertops?, Detlef Train, seines Zeichens weltgrößter Wettanbieter im Internet. Für seine Server, die in der Karibik stationiert sind, war nämlich in der Silvesternacht der Zug abgefahren. Und zwar ohne Postwaggon. Sprich: Irgendwo zwischen Kanada und der Südsee waren für die Abwicklung der Wetten wichtige Daten verlorengegangen. Für die Gambler dieser Welt hieß es für eineinhalb Tage ?Game over?.

Durch diesen Stillstand musste der Wettkönig aus Deutschland einen Umsatzentgang von fünf Millionen Schilling hinnehmen. Wer an normalen Wetttagen allerdings eine Million Dollar umsetzt, verkraftet solche Rückschläge doch mit einer gewissen Gelassenheit. Und wenn Sie, liebe Leser, den Herrn Train ein wenig über den Verlust hinwegtrösten wollen: Ein bisschen weiter unten böte ein einfacher Mausklick die Gelegenheit dazu.

Eher zum Schmunzeln regte jenes Problem an, mit dem sich die Salzburger Verkehrsbetriebe konfrontiert sahen. Aufmerksamen Obus-Benutzern fiel nämlich am zweiten Jänner (warum eigentlich so spät?) auf, dass die ?Öffis? der Stadt Salzburg über Nacht ein ganzes Jahrzehnt verloren hatten. Die Stempeluhren, mit denen man die Fahrscheine entwertet, waren nämlich statt auf ´00 auf ´90, also statt auf 2000 auf 1990 zurückgesprungen. ?Keine Angst, bei solchen Fahrscheinen wird der Kontrollor ein Auge zudrücken?, meinte auf Anfrage des ?SalzBurgers? ein Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe. Wohl selbst schon etwas augenzwinkernd, vielleicht weil er gerade erst von dem Sprung in die Vergangenheit erfahren hatte. Was sollte der gestrenge Prüfer auch anderes machen? Bei unseren Recherchen stellte sich nämlich heraus: Die Uhr druckt auf den Fahrschein nur die letzte Stelle des Datums auf das Ticket. Und die war ja wohl vor zehn Jahren und gleich wie heute.

(pernot)
 

Links zum Thema:

Weg frei für alle Intertops-Spender! Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

Oder wollen Sie einfach nur ihren Lottoschein überprüfen? Link zu einer Seite ausserhalb des SalzBurgers!

   
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Für Detlef Train und den Internet-Wetten hieß es nach Silvester für eineinhalb Tage
Für Detlef Train und den Internet-Wetten hieß es nach Silvester für eineinhalb Tage "Game over"

Für den Millenniums-Bug im Obus brachte auch Elisabeth und Claudia zum Schmunzeln
Für den Millenniums-Bug im Obus brachte auch Elisabeth und Claudia zum Schmunzeln


 
     

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