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Ausgabe Nr. 9 - Donnerstag  26.11.1998 - Seite 2
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"Mozart alleine reicht nicht"


Frau Elfi Kammerhofer über Salzburgs Schönheit, notwendige Verbesserungen, die wenigen Kongresse und als Bezug zur Vorwoche über Obdachlose.

 
Was heute noch serviert wird:

”Den Österreichischen Hof gibt es nur einmal“ (auf Seite 1)

Faszination des Luxus (auf Seite 3)


SalzBurger: Was gefällt Ihnen persönlich am besten in Salzburg?

KAMMERHOFER: Die Kultur. Es haben schon die Erzbischöfe gesagt, dass Salzburg eine der drittschönsten Städte Europas ist. Es ist einfach klein und trotzdem bietet es alles. Man ist schnell in Deutschland, es gibt Möglichkeiten zum Schifahren, zum Schwimmen, im Sommer die Seen. Ich glaube aber, dass Salzburg gerade in der Nachsaison viel zu wenig für ausländische Gäste bietet.

SalzBurger: Gibt es etwas, was Sie in Salzburg nicht so gerne mögen?

KAMMERHOFER: Wir haben fast keine Flugverbindungen nach Salzburg. Es wurden viele Verbindungen gestrichen. Von Paris, London wird Salzburg jetzt nicht mehr angeflogen, nur mehr in der Hauptsaison.

SalzBurger: Was ist nun Ihr liebster Platz in Salzburg, den Sie jedem Touristen zeigen würden? Den er unbedingt sehen müsste?

KAMMERHOFER: Der Domplatz - in seinen verschiedenen Perspektiven ist einzigartig und natürlich der Blick vom Österreichischen Hof.

SalzBurger: Gibt es etwas in Salzburg, was Sie verbessern würden?

KAMMERHOFER: Das kulturelle Angebot über das Jahr verteilt. Jetzt ist es zu konzentriert, wir haben verschiedene Festspielwochen beginnend mit der Mozartwoche, Ostern, Pfingsten, dann die Sommerfestspiele und vor Weihnachten den Adventmarkt. Darüber hinaus könnte ich mir auch vorstellen, dass auch in Salzburg ähnlich wie in Wien Musicals aufgeführt werden.

SalzBurger: Linz war für Touristen immer uninteressant, hat sich aber zur Kongressstadt gemausert, die sehr gut angenommen wird. Ist Salzburg in dieser Hinsicht zu wenig innovativ?

KAMMERHOFER: Ich bin auch der Meinung, dass Mozart alleine nicht reicht. An Kongressen haben wir einen irrsinnigen Rückgang. Da erübrigt sich eigentlich das Gespräch, weil sich das Kongresshaus jetzt schon im Umbau befindet. Aber wir haben in den letzten fünf, sechs Jahren sicher einiges an Kongressen verloren. Ich kann mich erinnern, als ich noch an der Rezeption war, haben wir sehr viele Kongresse gehabt, wo auch die Ehegattinnen mitgereist sind, und wir haben spezielle Damenprogramme ausgearbeitet. Das hat alles aufgehört. Jetzt haben Linz und Innsbruck so an Kongressen dazugewonnen, weil Salzburg einfach nicht mehr attraktiv ist.

SalzBurger: Glauben Sie, dass man in Salzburg mehr für die obdachlosen Menschen tun könnte?

KAMMERHOFER: Das kann ich nicht beurteilen. Ich sehe nicht ein, dass die Arbeitslosen randalieren, denn sie haben auch bei uns schon viel angerichtet.

SalzBurger: War das Hotel auch betroffen?

KAMMERHOFER: Ja, sie haben unsere Toiletten aufgesucht und gespritzt. Es war alles voller Blut. Polizeidirektor Dr. Schweiger und die Polizeit haben uns sehr geholfen, es war dann lange ruhig, aber jetzt auf einmal kommen sie wieder.

SalzBurger: Haben Sie deshalb auch schon Beschwerden von Ihren Gästen bekommen?

KAMMERHOFER: Nein. Wenn man sie in Ruhe läßt, tun sie einem nichts, aber es ist trotzdem schon einiges passiert. Ich habe kein Verständnis für diese Bettelei.

SalzBurger: Danke für das Gespräch.

Die schönsten Städte der Erde
1886 wurde an der Humboldtterasseeine Gedenktafel angebracht. Auf ihr steht zu lesen: "Die Gegenden von Konstantinople, Neapel und Salzburg halte ich für die schönsten der Erde."
Dies sprach Alexander von Humboldt anläßlich seines Winteraufenthaltes 1798/99 in Salzburg.

 

   
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Der Österreichische Hof: 
Frau Kammerhofer hielt ihn für wichtiger als ihre Person. 
Daher erscheint anstelle ihres Portraits dieses Bild.
Der Österreichische Hof: Frau Kammerhofer hielt ihn für wichtiger als ihre Person. Daher erscheint anstelle ihres Portraits dieses Bild.

 
     

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